Mehrere Geldscheine treiben auf der Wasseroberfläche eines Pools.
Leider nicht mehr liquide: Notleidende Immobilienkredite sind auch in Deutschland ein akutes Problem. (Quelle: Obie Fernandez / Unsplash)

Finanzierung 2026-03-31T14:06:58.829Z Deutlich mehr notleidende Immobilienkredite

Die deutsche NPL-Quote bei Krediten für Gewerbeimmobilien ist auf 6,9 Prozent gestiegen und liegt wesentlich höher als der EU-Durchschnitt.

Die Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS) hat das Risk Dashboard für das vierte Quartal 2024 vorgestellt. Es zeigt: Die deutsche NPL-Quote bei Krediten für Gewerbeimmobilien (Commercial Real Estate CRE) liegt nun bei 6,9 Prozent oder knapp 19 Milliarden Euro. Die Dramatik werde im Zeitverlauf sichtbar, so die BKS: 2019 lag Deutschlands CRE-NPL-Quote bei 1,7 Prozent – deutlich unter dem damaligen EU-Durchschnitt von 8,6 Prozent.

Seitdem hat die EU ihre CRE-Belastung kontinuierlich abgebaut, während sich Deutschlands Quote vervierfacht hat. Die Linien kreuzten sich Ende 2023. Heute liegt Deutschland fast 70 Prozent über dem EU-Durchschnitt von 4,1 Prozent. Europaweit stehen rund 58 Milliarden Euro an notleidenden CRE-Krediten in den Büchern – ein Drittel davon in Deutschland.

Die Quote von NPL im Bereich CRE überstieg erstmals im ersten Quartal 2024 die Marke von fünf Prozent, wobei die Kurve schon seit dem dritten Quartal 2023 steiler verlief. Seither geht es stetig nach oben.

Schwelle bei Wohnimmobilien überschritten

Die NPL-Quote bei Wohnimmobilienkrediten erreicht erstmals 0,97 Prozent, das Volumen übersteigt erstmals vier Milliarden Euro. „Die Zahlen sind absolut gesehen noch niedrig, aber erstmals seit Jahren ist eine Dynamik zu erkennen“, teilt die BKS mit.

zuletzt editiert am 31. März 2026