Steigende Verteidigungsausgaben, geopolitische Unsicherheiten und die Re-Industrialisierung Europas rücken eine neue Immobiliennische in den Fokus: Defence Properties. Ein aktuelles White Paper von Periskop Logistics zeigt, warum sicherheitsrelevante Immobilien das Potenzial haben, sich als eigenständige und stabile Assetklasse im Logistikimmobilienmarkt zu etablieren.
Mit der Veröffentlichung des White Papers „Defence Properties – ein neuer Sektor im Logistikimmobilienmarkt?“ stößt Periskop Logistics eine fachlich relevante Diskussion über die zukünftige Rolle sicherheitsrelevanter Immobilien im europäischen Immobilienmarkt an. Die Analyse von Dr. Kilian Mahler, Managing Partner bei Periskop Logistics, und Prof. Dr. Thomas Beyerle von der Hochschule Biberach ordnet eine bislang wenig beachtete Assetklasse in einen klaren strategischen und makroökonomischen Kontext ein.
Geopolitik als Treiber einer neuen Immobiliennische Vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen, steigender Verteidigungsausgaben und einer beschleunigten Re-Industrialisierung Europas gewinnt die Nachfrage nach spezialisierten Immobilien für sicherheits- und verteidigungsrelevante Nutzungen deutlich an Dynamik. Hierzu zählen unter anderem Logistik- und Produktionsflächen für militärische Güter, technologische Infrastruktur sowie sicherheitskritische Versorgungseinrichtungen.
Das White Paper argumentiert, dass sich sogenannte Defence Properties zunehmend als eigenständiges Segment innerhalb des Logistikimmobilienmarktes etablieren. Insbesondere der Zeitraum bis 2030 wird als entscheidendes Zeitfenster identifiziert, in dem Europa seine verteidigungsstrategischen Zielsetzungen infrastrukturell umsetzen will.
Marktopportunitäten bis 2030 Ein zentrales Ergebnis der Analyse ist der prognostizierte zusätzliche Flächenbedarf von rund sechs Millionen Quadratmetern in den kommenden fünf Jahren. Dieser Bedarf eröffnet insbesondere für Projektentwickler und institutionelle Investoren eine signifikante Marktopportunität – vor allem im Bereich energieeffizienter Neubauten.
Nach Einschätzung der Autoren könnte sich das Marktumfeld nach 2030 deutlich verändern: Mit dem Erreichen der infrastrukturellen Zielgrößen dürfte die Neubautätigkeit zurückgehen, wodurch sich das aktuelle Zeitfenster als besonders investitionsrelevant darstellt.
ESG und „Responsible Defence“ Ein weiterer Fokus des White Papers liegt auf der Einordnung von Defence Properties im ESG-Kontext. Unter dem Leitbild einer „Responsible Defence“-Strategie diskutieren die Autoren, wie sich sicherheitsrelevante Immobilien mit nachhaltigen Investitionskriterien vereinbaren lassen. Dabei spielen insbesondere Energieeffizienz, Flächennutzung sowie gesellschaftliche Verantwortung eine zentrale Rolle.
Einordnung für den deutschen Markt Für Deutschland sehen die Autoren sowohl auf Nutzer- als auch auf Investorenseite wachsende Bedeutung. Neben der sicherheitspolitischen Rolle Deutschlands innerhalb Europas sprechen auch infrastrukturelle Voraussetzungen und etablierte Logistikstandorte für eine zunehmende Relevanz dieses Segments.
Fazit
Das White Paper liefert eine fundierte Erstverortung von Defence Properties als potenziell eigenständige Immobilienkategorie. Es zeigt auf, dass sich an der Schnittstelle von öffentlichem Auftrag, geopolitischer Strategie und privatem Kapital ein Marktsegment entwickelt, das sowohl infrastrukturell als auch investmentseitig an Bedeutung gewinnen dürfte.
Leser können das vollständige White Paper „Defence Properties – ein neuer Sektor im Logistikimmobilienmarkt?“ HIER (806,33 KB - PDF) herunterladen.
