Visualisierung eines mehrstöckigen Wohnblocks mit Straße, Weg und Grünflächen sowie Personen im Vordergrund
Das Projekt Die Welle in Köln hat einen neuen Miteigentümer und ein neues Bauunternehmen gefunden. (Quelle: Empira Group)

Projekte 2024-07-10T09:01:03.433Z Empira holt Brookfield zu Kölner Wohnprojekt hinzu

Brookfield beteiligt sich am Wohnbauprojekt Die Welle in Köln-Marienburg, das 752 Wohnungen umfasst und bislang im Eigentum von Empira-Fonds ist.

Brookfield beteiligt sich im Rahmen seiner Immobilienlösungsstrategie an einem innerstädtischen Wohnbauprojekt im Kölner Stadtteil Marienburg. Das Projekt Die Welle befindet sich derzeit im Besitz von Immobilienfonds, die von der Empira Group verwaltet werden. Die Investition von Brookfield wird den laufenden Bau des Projekts unterstützen, dessen Fertigstellung bis Ende 2027 erwartet wird. Zusätzlich zur Investition von Brookfield wurde der Bauvertrag für das gesamte Projekt mit dem Bauunternehmen MBN gesichert, das bereits seit 2023 mit im Boot ist.

Das Projekt entsteht auf dem früheren Areal der Deutschen Welle. 70 der insgesamt 752 Mietwohnungen entstehen im geförderten Wohnungsbau, dazu kommen mehr als 600 Tiefgaragenstellplätze, 5.000 Quadratmeter Gewerbeeinheiten und eine Kindertagesstätte. Empira lässt die Wohnungen für den Bestand der eigenen Fonds errichten. Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Merkmal der Entwicklung, die darauf ausgelegt ist, die Standards KFW 40 NH und den DGNB Platin zu erreichen. Der Grundstein dafür wurde im November 2023 gelegt. Latham & Watkins LLP hat Brookfield juristisch und steuerlich beraten.

Lange Vorgeschichte

Das Baurecht wurde bereits 2021 geschaffen durch die Zech-Tochter Die Wohnkompanie NRW im Rahmen eines Joint-Ventures mit Empira und Bauwens. Nach dem aufwendigem Rückbau des Bestands bahnten sie den Weg für die Entwicklung des neuen Wohnquartiers.

Das Grundstück mit 52.600 Quadratmetern war bis zum Jahr 2003 Sitz der ehemaligen Deutschen Welle und beheimatete überwiegend Büroflächen. Der Rückbau der massiven, asbestbelasteten Bebauung mit Hochhaustürmen von bis zu 138 Meter Höhe und die Trennung von Gebäudeteilen zum benachbarten Deutschland Radio stellte alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Die urbane Situation erforderte intensive Abstimmungen mit Nachbarn und Verwaltung, besondere Schutzmaßnahmen und neue Erschließungsflächen. Das Bauleitverfahren nahm neun Jahre in Anspruch, die Sanierung und der Rückbau dauerten fünf Jahre.

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zuletzt editiert am 11. Juli 2024