Drei Fragen zum Standort Düsseldorf an Jean-Marc Fey, Bereichsleiter An- und Verkauf und Projektmanagement bei Cube Real Estate.
Sie entwickeln im Düsseldorfer Stadtteil Flingern ein gemischtes Quartier, in dessen Planung die Anwohner eng eingebunden waren. Wie waren Ihre Erfahrungen damit?
Jean-Marc Fey: Die Anforderungen an uns in Bezug auf die Einbindung von Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen – das begrüßen wir ausdrücklich. Das intensive Beteiligungsverfahren bei Cube Central 378 hat dazu geführt, dass wir ein Projekt umsetzen, das einen optimalen Kompromiss zwischen den Wünschen, Ideen und Anforderungen aller Beteiligten darstellt. Das Verfahren ist im Hinblick auf die Beteiligten, die Struktur und das Ergebnis für uns eine Blaupause – auch für andere Projekte. Die wesentlichen Erfahrungen sind also sehr positiv. Der offene Austausch hat zum Abbau von Vorurteilen geführt und gezeigt, dass der ehrliche und respektvolle Umgang miteinander zu großartigen Ergebnissen führen kann.
Wie schätzen Sie den Bedarf nach kleinen Apartments ein?
Jean-Marc Fey: Studierende, Singles und Young Urban Professionals sind in Düsseldorf stark vertreten. Wir haben festgestellt, dass gerade diese Zielgruppe eine höhere Nachfrage nach unseren Compact-Living-Lösungen hat. Und sie wird stetig größer: Seit 1999 ist die Zahl der Einpersonenhaushalte in NRW um 21,7 Prozent gestiegen, mit einer weiteren Tendenz nach oben. Gerade in Düsseldorf sind fast die Hälfte aller Haushalte Singlehaushalte. Daher ist die Nachfrage nach kompakten Wohnformen weiterhin hoch.
Welche Entwicklung der Kaufpreise erwarten Sie?
Jean-Marc Fey: Für das Jahr 2022 wird vorausgesagt, dass das Wachstum der Immobilienpreise in den Metropolen zwar geringer sein wird, die Preise aber dennoch weiter nach oben gehen. Trotzdem ist eine Aufwärtsbewegung der Kaufpreise durch die ansteigenden Zinsen sowie die aktuelle wirtschaftliche und politische Situation zu beobachten.
