Bauwens hat den Grundstein für das Bürogebäude "Aera" in Berlin-Charlottenburg gelegt.
15.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Raum für bis zu 1.000 Arbeitsplätze. Ein 2.200 Quadratmeter großer Dachpark. In Charlottenburg soll auf der Mierendorff-Insel ein zukunftsfähiges Bürohaus entstehen. Bauwens sieht die Grundsteinlegung für das Projekt "Aera" als Auftakt für eine Quartiersentwicklung mit 100.000 Quadratmetern Wohn- und Gewerbefläche an der Spree.
„Mit 'Aera' schaffen wir einen Bürokomplex mit großzügigem, terrassenförmigem Dach, das sich oben als eigener Park erleben lässt – und das sich, von unten gesehen, perfekt in die grün dominierte Umgebung einfügt, sie gewissermaßen weitererzählt“, erklärt Clemens Stahr, Leiter des Berliner Büros von Bauwens.
„Die größte Herausforderung besteht darin, Raumstrukturen zu entwickeln, die innovativ und doch identitätsstiftend sind, indem sie auf die Menschen eingehen, für die sie gemacht sind. Und darin, die Natur mit einzubeziehen, anstatt sie zu verdrängen”, beschreiben Armand Grüntuch und Almut Grüntuch-Ernst vom Büro Grüntuch Ernst Architekten.
500 Meter Wegnetz auf dem Dach

Der Park soll fast einen halben Kilometer Wegenetz bieten. Vorgesehen sind bis zu zwölf Meter hohe Bäume und 25 verschiedene Pflanzenarten. „Ein Bürogarten ist eine Erweiterung der Firma ins Freie, die sich in ihrer Gestaltung an den Mitarbeitern und ihren Bedürfnissen orientiert. Er ist ein vielfältiger Hybridraum, ein Zwischenraum, der Arbeiten und Freizeit auf inspirierende Weise verbindet“, erklärt Tancredi Capatti vom Landschaftsarchitekturbüros Capattistaubach. Die Biomasse auf dem Dach von Aera wird in der Lage sein, etwa fünf Tonnen CO2 pro Jahr zu binden. Das Projekt wurde bereits mit DGNB-Platin vorausgezeichnet.
Die Umsetzung soll jetzt in großen Schritten erfolgen: Nachdem im April 2021 mit dem Ausheben der Baugrube begonnen wurde, ist seit November der Rohbau im Gange. Mit der Ausführung wurde das Bauunternehmen MBN beauftragt. Die Fertigstellung soll im vierten Quartal 2023 erfolgen.
Mit dem Grundstein von Aera soll nicht nur die Basis für ein modernes Bürogebäude gelegt werden. Es ist auch der Auftakt einer umfangreichen Quartiersentwicklung. Auf dem Grundstück nebenan sollen bald mit dem Quartier „Am Spreebord“ auf einer Fläche von 2,8 Hektar weitere 100.000 Quadratmeter Wohn- und Gewerbefläche erschlossen werden sowie 7.000 Quadratmeter Grünanlagen entstehen. „So setzt sich ein Viertel, das bislang eher als Geheimtipp gilt, durch städtebauliche Innovation erst richtig auf die Berliner Landkarte“, so Stahr.