Heute ist der offizielle Tag des Waldes. Wann, wenn nicht heute, sollten Sie sich einige der besten Immobilienprojekte anschauen, die aktuell aus dem natürlich Baustoff errichtet werden. Unsere Top 5.
Der 21. März ist der offizielle Tag des Waldes. Ins Leben gerufen hat ihn 1971 die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) als Reaktion auf die globale Waldvernichtung. Nun mag es zwar auch "Waldvernichtung" sein, wenn Bäume gefällt werden, um daraus Immobilien zu errichten. Bei nachhaltiger Forstwirtschaft geschieht dies allerdings durchaus in positivem Sinne.
Und weil das Thema Bauen mit Holz auch in der Immobilienwirtschaft durchaus im Trend liegt - und eben nicht mehr nur beim Innenausbau - präsentieren wir Ihnen vier ambitionierte Immobilienprojekte, die ganz oder größtenteils aus Holz gebaut werden. Unsere Top 5:
Top 5: Immobilien aus Holz
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Hoho, Wien
Noch in diesem Jahr eröffnet in Wien das weltweit höchste Hochhaus aus Holz - ein echtes Highlight im neuen Wiener Stadtteil Aspern . 24 Stockwerke, 84 Meter hoch mit Platz für Büros, ein Hotel und ein Restaurant. Drei Viertel des Gebäudes ab dem Erdgeschoss bestehen aus Holz. Damit stellt das Hoho den bisherigen Rekordhalter - ein Studentenwohnheim in Vancouver mit 18 Stockwerken und 53 Metern – deutlich in den Schatten. Allerdings könnte der Rekord nur kurz Bestand haben. Denn in London soll der „Oakwood Tower" mit 300 80 Stockwerken bald 300 Meter in den Himmel wachsen. Und in Chicago soll der „River Beech Tower" auf 244 Meter und 80 Etagen kommen.
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Wildspitze, Hamburg
In der Hafencity konstruiert Garbe Immobilien-Projekte nach Entwürfen von Störmer, Murphy & Partners fast komplett aus Holz die „Wildspitze“. Es soll Deutschlands höchstes Holzgebäude mit 18 Etagen und 64 Metern Höhe werden. Unter seinem Dach sollen unterschiedliche Nutzungen vereint sein: 190 Wohnungen, ein Drittel davon öffentlich gefördert, sowie eine 2.200 Quadratmeter große Ausstellungsfläche der Deutschen Wildtier Stiftung und 1.800 Quadratmeter Bürofläche für deren Mitarbeiter. Im Jahr 2021 soll die Wildspitze auf dem Baufeld 102 fertig sein.
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Südkreuz, Berlin
Edge Technologies (früher OVG Real Estate) setzt in Berlin ebenfalls ein Holz-Hybrid-Projekt um. A uf einem rund 10.100 Quadratmeter großen Grundstück am Bahnhof Südkreuz entsteht nach Plänen von Tchoban Voss Architekten ein Büroprojekt mit einem Atriumgebäude ( 22.000 Quadratmeter) und einem Solitär (8.000 Quadratmeter). Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2019 vorgesehen. Die natürlichen Baumaterialien sind im Sinne des cradle-to-cradle-Prinzips umfassend recyclebar, der Einsatz von Beton wird auf ein Minimum beschränkt. Blockheizkraftwerke sorgen für eine effiziente Wärmeversorgung. Das Vorzertifikat der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) in Platin wurde bereits bestätigt, das WELL-Zertifikat in Gold für Wellbeing wird angestrebt.
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Woodie, Hamburg
Auf dem ehemaligen IBA-Gelände in Wilhelmsburg beheimatet das „Woodie" 371 Wohnungen für Studenten. Die Holzmodule sind komplett vorgefertigt und sitzen auf einem Sockel aus Stahlbeton. Der komplette Bau dauerte durch dieses Konzept lediglich neun Monate – statt der sonst üblichen 24 bis 30 Monate. Einen Endinvestor hat das Holzhaus mit der Bayerischen Versorgungskammer bereits gefunden und die Jury des immobilienmanager Awards kürte die Immobilie zum besten Neubau des Jahres 2017 . Nette Maßnahme des Projektentwicklers am Rande: Das Unternehmen hat 2.600 Setzlinge gesponsert, die in 40 Jahren das Holz wieder erzeugen sollen, das am Gebäude verbaut wurde.
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The Cradle, Düsseldorf
Das erste Holzhybridhaus in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt erhielt auf der Mipim in Cannes in der vergangenen Woche den „MIPIM Architectural Review Future Project Award". Das Bürohaus entsteht im Düsseldorfer Medienhafen und wird nach dem „Cradle-to-Cradle-Prinzip“ entwickelt. Dabei können einzelne Bauelemente nach Gebrauch wiederverwertet werden. Durch diese Art des ressourcensparenden Bauens werden Produktionsprozesse optimiert, das Anfallen von nicht recycelbaren Materialien wird minimiert, der CO2-Ausstoß reduziert. The Cradle umfasst 5.200 Quadratmeter Nutzfläche sowie 600 Quadratmeter Fläche für gastronomische Nutzungen. Mit der Fertigstellung rechnet Entwickler Interboden bis zum Jahr 2021.
Das Klima profitiert vom Baustoff Holz: Beim Wiener Holzhochhaus werden laut Firmenangaben 2.800 Tonnen CO2 gegenüber der konventionellen Bauweise eingespart – vor allem, weil relativ wenig Zement zum Einsatz kommt. Dessen Produktion setzt große Mengen Treibhausgase frei. Das Hoho besteht aus 3.600 Kubikmetern Holz, was 0,6 Promille des jährlichen Holzüberschusses in Österreich entspricht. Laut einer Berechnung bräuchte man für alle Neubauten in Deutschland aus Holz nur rund 15 Prozent des jährlichen Einschlags.
Übrigens: Morgen, am 22. März ist der offizielle Tag des Wassers.
Autor: Markus Gerharz