News 2018-03-15T00:00:00Z Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen sinkt

Sinkende Baugenehmigungen – Engpässe bei Grundstücken, Planungs- und Genehmigungskapazitäten verhindern mehr bezahlbaren Wohnungsbau.

Mittlerweile fehlen in Deutschland über eine Millionen Wohnungen. Die Baugenehmigungszahlen sind aber im Sinkflug. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde im Jahr 2017 in Deutschland der Bau von insgesamt 348.100 Wohnungen genehmigt. Das sind 7,3 Prozent oder rund 27.300 Baugenehmigungen für Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Damit war die Zahl der genehmigten Wohnungen erstmals seit 2008 niedriger als im jeweiligen Vorjahr. Von den im Jahr 2017 genehmigten Wohnungen waren 300.695 Neubauwohnungen in Wohngebäuden – das sind 5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Genehmigungen für Mehrfamilienhäuer, die zuletzt noch steigend war, blieb mit 172.630 nahezu gleich.

Angesichts dieser Zahlen melden sich die Verbände der Immobilienwirtschaft zu Wort. So meint BFW-Präsident Andreas Ibel: „Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Sonder-AfA, Baulandmobilisierung und die energetische Gebäudesanierung: All das muss jetzt schleunigst in einfache Regelungen im Gesetzespaket zur Wohnraumoffensive umgesetzt werden."

Axel Gedaschko, Präsident des GdW, fordert: "Die serielle und standardisierte Bauweise muss gefördert und dazu eine bundesweit gültige bauliche Zulassung für diese Gebäude geschaffen werden." Aber es muss an weiteren Stellschrauben gedreht werden, um den Wohnungsbau anzukurbeln. Das im Koalitionsvertrag verankerte Planungs- und Baubeschleunigungsgesetz muss zügig kommen. Die angekündigten steuerlichen Verbesserungen sollten schnell beschlossen und durch ein Zuschussmodell ergänzt werden. Darüber hinaus müssen die Ergebnisse der Baukostensenkungskommission aus der letzten Legislaturperiode dringend umgesetzt und die mehr als 20.000 Bauvorschriften und Anforderungen auf den Prüfstand gestellt werden.

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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