Eine belebte Straße in Berlin mit dem Fernsehturm im Hintergrund, umgeben von grünen Bäumen und historischen Gebäuden.
Quelle: Berlin Hyp/CBRE

Standorte & Märkte 2026-03-26T10:12:07.706Z Wohnmarktreport Berlin 2026

Mietpreisdynamik verlangsamt - Kaufpreise wieder ansteigend – Knappheit bleibt. 

Berlin zeigt sich selbst in einem Umfeld aus geopolitischen Spannungen, hohen Zinsen und gestiegenen Baukosten widerstandsfähig. Die Wirtschaftsleistung der Hauptstadt entwickelt sich besser als im Bundesdurchschnitt, während Deutschland insgesamt von Stagnation geprägt ist. Gleichzeitig bleibt der Druck auf dem Wohnungsmarkt enorm hoch: Der marktaktive Leerstand im Geschosswohnungsbau beträgt nur 0,3 Prozent. Die Angebotsmieten liegen für die wenigen auf dem Markt verfügbaren Wohnungen bei durchschnittlich 15,80 Euro pro Quadratmeter.

Im Ranking der deutschen Top-7-Städte liegt Berlin bei Neuvermietungsmieten damit weiterhin hinter München, Frankfurt und Stuttgart. Die enormen Mietsteigerungen der vergangenen zehn Jahre haben sich 2025 spürbar abgeschwächt. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Angebotsmieten nur noch um 0,1 Prozent. Zwischen Bezirken sowie zwischen Neubau und Bestand zeigen sich jedoch weiterhin deutliche Unterschiede. Nachgefragte Innenstadtlagen verzeichnen dabei weiterhin eine hohe Wettbewerbsintensität.

Eigentumswohnungsmarkt: Preisfindung unter neuen Vorzeichen

Nach leichten Preisrückgängen in den Vorjahren verzeichneten die Angebotspreise für Eigentumswohnungen 2025 wieder einen moderaten Anstieg. Über alle Marktsegmente hinweg legten die Preise um zwei Prozent zu. Der Angebotspreis liegt im Durchschnitt bei 5.813 Euro pro Quadratmeter. Neubau entsteht überwiegend außerhalb des S-Bahnrings, vor allem am Stadtrand: Insgesamt wurden 214 Projekte mit rund 45.000 Wohnungen recherchiert. Rund ein Drittel der Projekte wird von städtischen Wohnungsbaugesellschaften, rund zwei Drittel von privaten Bauherren realisiert.

Regulierung, Politik und Ausblick

Das „Schneller-Bauen-Gesetz“ in Berlin, der „Bauturbo“ der Bundesregierung und der Gebäudetyp E sollen Genehmigungen beschleunigen und Kosten senken. Mittel- bis langfristig können diese Maßnahmen das Angebot erhöhen, kurzfristig bleibt die Entlastung jedoch begrenzt. Gleichzeitig steigen die politischen Risiken: Vor dem Hintergrund der Wohnungsknappheit und steigender Mieten gewinnt die Diskussion um eine Vergesellschaftung von Wohnungsbeständen im Wahljahr zum Berliner Abgeordnetenhaus an Schärfe. Dies reduziert Rechts- und Planungssicherheit mit signifikant negativen Auswirkungen auf Investitionsbereitschaft und Neubautätigkeit – und damit auf Mieter, Investoren, Kapitalmärkte und die Allgemeinheit. Der chronische Wohnraummangel wird dadurch nicht entschärft, sondern weiter verschärft.

Der Wohnmarktreport von Berlin Hyp und CBRE betrachtet die Angebotsmieten und -preise in den verschiedenen Segmenten des Wohnungsmarktes in Berlin und seinem Umland, teilweise bis auf Ebene der Postleitzahlen.

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zuletzt editiert am 26. März 2026