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Der Wohnungsmarktreport beleuchtet die Berliner Bezirke (im Bild: Prenzlauer Berg) im Detail (Foto: Flo Karr/unsplash.com)

Standorte & Märkte 2017-01-25T00:00:00Z Wohnungsmarkt Berlin: So wohnt es sich in der Hauptstadt

Eine neue Studie zeigt, in Berlin kriegt man noch ordentlich Wohnfläche für sein Geld. Allerdings werden in der Stadt zu wenige neue Wohnungen gebaut und in ehemals preiswerten Quartieren steigen die Mieten. Die wichtigsten Ergebnisse.

Berliner wohnen auf der größten Wohnfläche aller Großstädter in Deutschland. Zwar unterscheiden sich die Wohungsgrößen in der Hauptstadt nicht mehr sonderlich von denen, der sieben anderen Top-Städten des Landes. Im Verhältnis zur Kaufkraft bietet allerdings keine Stadt ein so günstiges Verhältnis wie Berlin. Das ist ein Ergebnis des Wohnmarktreports Berlin 2017, den die Berlin Hyp und CBRE gemeinsam vorgelegt haben.

In der Untersuchung wird der Wohnungsmarkt der Hauptstadt in vielen Facetten beleuchtet. Neben den Fundamentdaten der Stadt wie Kaufkraft und Einwohnerzahlen werden detailliert Mieten, Kaufpreise, Neubauentwicklung und Wohnkosten unter die Lupe genommen. Und das nicht für die Stadt als Ganzes, sondern aufgesplittet in die zwölf Berliner Bezirke.

Wohnmarktreport-Berlin

Die vier wichtigsten Ergebnisse der Studie auf einen Blick:

1. Zu wenig Neubau : Im Wohnungsneubau hinkt Berlin deutlich hinterher. Die Zahl der Fertigstellungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl hat zwar das Niveau von Düsseldorf überholt. Der Abstand zu München oder auch Frankfurt ist allerdings noch immer sehr groß. Mit ein Grund, so sagen Marktkenner, ist, dass der Sparkurs in Berlin die Leistungsfähigkeit der Bauämter in den vergangenen Jahren spürbar gedrosselt hat. Nun strebt Berlins Senat eine annähernde jährliche Verdreifachung der jüngsten Neubauleistung von zuletzt 7.030 im Jahr 2015 an.

2. Mieten weiter günstig : Berlins Wohnungsleerstand, der zeitweise über fünf Prozent betrug, ist deutlich gesunken und nähert sich den Werten anderer Top-7-Standorte an. Die Angebotsmieten stiegen jahrelang stärker als in den anderen sechs Städten. Trotz der stetigen Annäherung liegen sie derzeit in Düsseldorf noch 7,4 Prozent höher, in Hamburg 16,2 Prozent, in Frankfurt 37,9 Prozent und in München – auch hier Spitzenreiter – 67,8 Prozent.

3. Preiswerte Wohnungen verschwinden : Viele vormals günstigere Gebiete erreichen ein mittleres Preisniveau, auch die Anzahl teurerer  Innenstadtquartiere nimmt zu.

4. In Mitte wird es eng : Das qualitativ hochwertigere Angebot konzentriert sich auf den historischen Kern, aber zukünftig auch auf Neubauten wie beispielsweise in der Europacity am Hauptbahnhof. Im gesamten Bezirk wurden 2015 fast viermal so viele neue Geschosswohnungen genehmigt wie im selben Jahr fertiggestellt. Die Einwohnerdichte ist jedoch mit 9.203 Bewohnern pro Quadratkilometer die zweithöchste in Berlin, Baugrundstücke sind mehr und mehr Mangelware.

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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