Studie Empira

News 2020-12-10T00:00:00Z Wohnprojektentwicklung für den eigenen Bestand boomt

Eine Studie von Empira und Bulwiengesa belegt, dass die Develop-and-Hold-Strategie im Segment Wohnimmobilien einen starken Zuwachs verzeichnet - gerade auch bei nicht öffentlichen Investoren.

Die Empira Gruppe, hat in Kooperation mit dem Analysehaus Bulwiengesa seine mittlerweile zweite jährliche Studie zum Projektentwicklungsmarkt der Top 7-Wohnungsmärkte in Deutschland veröffentlicht. Dabei zeigt sich eine Fortsetzung des absoluten wie relativen Trends hin zu Develop-and-Hold-Projekten, also dem Entwickeln von Wohnflächen für die eigene Bestandshaltung. Auch die Zusammensetzung der Investoren, die Develop-and-Hold-Ansätze verfolgen, verschiebt sich weiterhin. Das einstmals von öffentlichen Bauträgern dominierte Segment wird immer mehr von privaten Investoren erschlossen. Die Covid-19-Pandemie und ihre finanziellen Folgen für die öffentlichen Haushalte lassen laut Studie eine Beschleunigung dieser Verschiebung zugunsten privater Entwickler erwarten.

„Die Zahlen beweisen: Develop-and-Hold, das Entwickeln für den Eigenbestand, ist ganz klar und strukturell auf dem Vormarsch. Institutionelle Investoren schätzen die Kombination aus hoher Wertschöpfung und stabilen Miet-Cashflows gerade in den Top 7-Wohnungsmärkten“, erläutert Lahcen Knapp, CEO der Empira Gruppe.

Insgesamt befinden sich bis 2024 5,4 Millionen Quadratmeter mit einem Marktwert von 34,8 Milliarden Euro in der Entwicklung – ein Anstieg um knapp vier respektive sieben Prozent im Vergleich zur letztjährigen Erhebung. Dahingegen sank das jährliche Entwicklungsvolumen des klassischen Trading-Development-Segments (Entwicklung und anschließender Weiterverkauf) von 2,2 Mio. Quadratmeter leicht auf 2,1 Millionen Quadratmeter. Auch die anteilige Bedeutung von Develop-and-Hold-Ansätzen wächst weiter: nach 30 Prozent am gesamten Wohnprojektentwicklungsgeschäft 2019 stieg der Wert auf mittlerweile 33 Prozent.

Je nach Großstadt zeigen sich dabei große Unterschiede hinsichtlich des Anteils von Develop-and-Hold-Projekten am Gesamtmarkt. Wie im Vorjahr belegt Stuttgart den ersten Platz mit 43 Prozent Develop-and-Hold-Anteil (2019: 41 Prozent). Auf Rang zwei und drei folgen weiterhin Berlin und München mit 39 Prozent respektive 37 Prozent. Niedriger sind die Anteile bislang noch in Frankfurt am Main (35 Prozent), Hamburg (29 Prozent), Köln (26 Prozent) und Düsseldorf (24 Prozent).

Nachfrage nicht-öffentlicher Investoren treibt Wachstum von Develop-and-Hold

Innerhalb eines Jahres stieg der Anteil privater Investoren am gesamten Develop-and-Hold-Segment der deutschen Top 7-Wohnungsmärkte von 26,9 auf 30,6 Prozent und damit fast ein Drittel. Parallel sank der Anteil öffentlicher Bauherren von 53,7 auf nunmehr 51,5 Prozent - Tendenz weiter zurückgehend. Genossenschaften, Kirchen und sonstige Investoren sind für die restlichen Marktanteile verantwortlich.

Dabei unterscheiden sich die sieben Großstädte deutlich in ihren Akteursstrukturen. Während Stuttgart, München, Frankfurt, Berlin und auch Köln nach wie vor teils stark von öffentlichen Bauherren dominiert sind, ist die Verteilung in Hamburg und Düsseldorf privatwirtschaftlich geprägt.

Empira Gruppe unter den bundesweit größten Develop-and-Hold-Investoren

Die drei größten privatwirtschaftlichen Investoren im Develop-and-Hold-Projektentwicklungsgeschäft der Top 7-Städte sind die BUWOG (Rang drei mit 3.400 Wohneinheiten in der Entwicklung), Deutsche Wohnen (Rang neun mit 2.000 Wohneinheiten) und die Empira Gruppe (Rang 13 mit 1.750 Wohneinheiten).

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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