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Die Zahl der Baustellen könnte bald schrumpfen. (Quelle: Jamie Street Unsplash)

Projekte 2022-08-18T08:44:27.953Z Weniger Baugenehmigungen für Wohnungen

Die Zahl der Baugenehmigungen für den Wohnungsbau ist im Juni um 4,5 Prozent gesunken.

Der Wohnungsbau leidet unter den gestiegenen Baumaterialkosten und den steigenden Zinsen: Die Genehmigungen für den Neu- und Umbau von Wohnungen sind im Juni um 4,5 Prozent, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 2,1 Prozent gesunken. „Die Nachfrage nach Wohnungen ist rückläufig, obwohl der Bedarf – gerade an bezahlbarem Wohnraum – weiterhin hoch ist. Grund dafür sind die seit Kriegsbeginn explodierenden Rohstoffpreise sowie die höheren Zinsen.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die aktuell vom Statistischen Bundesamt veröffent­lichten Baugenehmigungszahlen für den Monat Juni.

Während der Einbruch in den ersten Monaten dieses Jahres noch auf einen Basiseffekt zurückzuführen sei – das Auslaufen der Baukindergeld-Förderung Ende März 2021 hat im vergangenen Jahr zu einem Plus von 20 Prozent im ersten Quartal geführt – liege der Rückgang um 4,5 Prozent im Juni 2022 an diesen neuen Rahmenbedingungen, so Müller.

Im ersten Halbjahr 2022 wurden insgesamt 185.772 neue Wohnungen genehmigt. Die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser sank um 17 Prozent, bei Mehrfamilienhäusern stiegen sie um 7,8 Prozent.

„Wir befürchten, dass sich die ernüchternde Wohnungsbau-Bilanz 2021 von nur 293.000 fertiggestellten Wohnungen aufgrund der neuen Marktrealitäten in diesem Jahr fortsetzen wird, auch wenn wir in der Lage wären, weitaus mehr zu bauen. Die hohen Preise können sich viele private Bauherren nicht mehr leisten. Es werden auch einige Immobilieninvestoren Wohnungsbauprojekte zurückstellen oder im schlimmsten Fall stornieren, weil sie sich nicht mehr rechnen“, sagte Müller.

zuletzt editiert am 18. August 2022
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