Die Mehrheit der Deutschen findet soziales Engagement in der Weihnachtszeit wichtig. Zudem verstärkt die Corona-Krise die Hilfsbereitschaft. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie von Vonovia.
Die Corona-Krise verstärkt die Solidarität in der Bevölkerung, besonders in der Weihnachtszeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag von Vonovia. Für rund 57 Prozent der Befragten ist es wichtig (34,8%) oder sehr wichtig (22,3%), sich sozial zu engagieren und Bedürftige zu unterstützen. Lediglich ein Fünftel (20,1 %) antwortete "unwichtig", etwa ebenso viele "unentschieden" (22,8 %). Mit 66,8 Prozent sind es besonders die Unter-30-Jährigen, denen der der Einsatz für andere wichtig ist.
Wie die Vonovia Studie weiter zeigt, bleibt Weihnachten auch 2020 das Fest der Nächstenliebe: Mehr als vier von zehn Befragten (43,5 %) halten es für wichtig, sich insbesondere in der Weihnachtszeit für andere einzusetzen. Weniger als ein Drittel (30,7 %) verneint und ein Viertel (25,8 %) gibt "sowohl als auch" an. Auch hier sind es die jüngeren Altersklassen unter 30 Jahren, die sich besonders engagiert zeigen (56,3 %).
Corona-Krise verstärkt Hilfsbereitschaft
Die Corona-Krise verstärkt den Wunsch, Gutes zu tun zusätzlich: Etwa ein Drittel aller Befragten (30,6 %) gibt an, für sie persönlich sei das Thema in der Krise wichtiger geworden. Während die Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen gering sind, stechen Studierende mit ihren Aussagen deutlich hervor. Für zwei Drittel (68,1 %) von ihnen ist die Unterstützung wichtiger geworden; an zweiter Stelle folgen Rentner (33,9 %).
Unterstützung vor allem lokal
Doch wie und wofür spenden die Menschen in Deutschland? Auch das ist Gegenstand der Vonovia Umfrage. Der Anteil derer, die Bedürftige mit Geld unterstützen (22,2 %), ist in etwa gleich hoch wie der Anteil an Befragten, die materielle Spenden bevorzugen (21,3 %) oder beides gleichermaßen tun (23,7 %). 6,4 Prozent sagen, sie unterstützten auf eine andere Art und Weise, zum Beispiel durch ehrenamtliches Engagement. Ausschließlich Geld zu spenden ist bei Männern beliebter als bei Frauen (27,2 % gegenüber 17,4 %).
Ob Geld oder materielle Unterstützung wie Essen und Kleidung - ein Großteil der Spenden bleibt in der Region. So gibt jeder dritte Befragte an, lokale Organisationen und Initiativen zu unterstützen (33,1 %), während nur jeder Zehnte überregionale und internationale Programme bevorzugt (11,3 %). 22,9 Prozent der Umfrageteilnehmer spenden für beides gleichermaßen.
Zur Umfragemechanik:
2.500 Personen wurden zwischen dem 27. und 29.11.2020 befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Einwohner der Bundesrepublik ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 3,3 Prozent.
