Gunther-Adler-Baustaatssekretaer
Zwei Tage vor dem Wohnungsgipfel muss Baustaatssekretär Gunther Adler abtreten (Foto: BMUB/Sascha Hilgers)

News 2018-09-19T00:00:00Z Wegen Maaßen: Bau-Staatsekretär Adler muss abdanken

Der bisherige Verfassungsschutzchef Maaßen wechselt als Staatssekretär ins Innenministerium. Dafür muss Baustaatssekretär Gunther Adler in den Ruhestand – zwei Tage vor dem Wohnungsgipfel im Kanzleramt.

Die Querelen um den Bundesverfassungsschutz-Präsident Maaßen schlagen seit Wochen hohe Wellen. Nun ist klar: Er wird von seinem bisherigen Posten wegbefördert und zukünftig den Posten als Innen-Staatssekretär bekleiden.

Für die Immobilienwirtschaft ist die Personalie nicht ohne drastische Folgen. Weil Bundesinnenminister Horst Seehofer acht Staatssekretäre in seinem Haus hat, muss für Maaßen Platz geschaffen werden. Es trifft ausgerechnet den in der Branche geschätzten Bau-Staatssekretär Gunther Adler von der SPD. Der 55-Jährige wird in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Besonders pikant ist auch das Timing: zwei Tage vor dem Wohnungsgipfel im Kanzleramt. „Die Versetzung von Baustaatssekretär Gunter Adler in den Ruhestand ist ein Schlag in das Gesicht der Wohnungswirtschaft. An diesem Freitag findet der Wohngipfel im Kanzleramt statt. Zwei Tage zuvor entlässt der Bundesbauminister den einzigen Fachmann auf der Leitungsebene des Bauministeriums. Er konterkariert den Wohngipfel und brüskiert eine ganze Branche.“ Breitner weiter: „Horst Seehofer spielt mit dem Erfolg der Wohnungsbaukonjunktur, in dem er personell die falschen Schwerpunkte setzt. Schade. Chance vertan."

Über die Nachfolge Maaßens als Verfassungsschutz-Präsident ist laut Horst Seehofer noch keine Entscheidung gefallen. 


zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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