News 2017-12-18T00:00:00Z Vonovia greift nach Buwog

Der Wohnungskonzern Vonovia SE kündigt den Aktionären des österreichischen Wohnungsunternehmens Buwog ein Angebot zur Übernahme ihrer Aktien an. Die Expansion außerhalb Deutschlands scheint voranzuschreiten.

Der Wohnungskonzern Vonovia ist wieder auf Einkaufstour und möchte das in Deutschland aktive österreichische Wohnungsunternehmen Buwog übernehmen. Wie die Bochumer heute mitteilten, bieten sie mehr als fünf Milliarden Euro für den Wiener Konkurrenten mit seinen 49.000 Wohnungen.

Sollte die Übernahme gelingen, plant Vonovia außerdem sein geplanten jährliches Neubauvolumen auf 4.000 Einheiten zu verdoppeln. Davon könnten 10.000 Einheiten auf Buwog-Grundstücken entstehen - 5.000 in Berlin, 1.000 in Hamburg und weitere 4.000 in Wien.

Vonovia besitzt in Österreich bereits den Wohnungsbestand von Conwert, der weiter im Bestand bleiben soll. Gemeinsam mit den Buwog-Wohnungen sei das Portfolio in Österreich profitabel zu bewirtschaften, erklärte Vonovia-Chef Rolf Buch. Die Buwog gilt als traditionell stark im Neubau und der Projektentwicklung. 

Erst im September hatte Vonovia eine Kooperation mit dem französischen Wohnungsunternehmen SNI verkündet und dies als Auftakt für eine Expansion außerhalb Deutschlands bezeichnet. Den Buwog-Aktionären bietet Vonovia 29,05 Euro je Aktie in bar - ein Aufschlag von 18 Prozent. auf den Schlusskurs von vergangenen Freitag.

Anfang Februar soll das Angebot offiziell werden. Eine Übernahme könne ohne Kapitalerhöhung gestemmt werden, hieß es. Vonovia erhofft sich durch den Deal Kostenvorteile von rund 30 Millionen Euro jährlich.

zuletzt editiert am 31. Mai 2021