Der Wohnungsanbieter Vivawest erweitert damit sein Portfolio auf rund 14.800 Wohnungen in Köln und entlang der Rheinschiene.
Die RWE Power AG und die Vermögensverwaltungs- und Treuhandgesellschaft der Industrie-Gewerkschaft Bergbau und Energie (VTG GmbH) verkaufen ihre Beteiligungen an der Wohnungsbaugesellschaft für das Rheinische Braunkohlenrevier mbH, Köln (WBG) und der GSG Wohnungsbau Braunkohle GmbH, Köln (GSG) an die Vivawest GmbH mit Verwaltungssitz in Gelsenkirchen.
Den beiden Wohnungsgesellschaften WBG und GSG gehören rund 1.800 Mietwohnungen sowie 1.200 Garagen bzw. Stellplätze in 370 Gebäuden im Städtedreieck Köln-Aachen-Grevenbroich. Zudem verwalten sie rund 200 Wohneinheiten für Dritte. Im Geschäftsjahr 2015 wurden rund 5,8 Millionen Euro in Instandhaltung und Modernisierung investiert.
Vivawest bewirtschaftet seit dem Zusammenschluss der Vorgängergesellschaften Evonik Immobilien und THS im Jahr 2012 mehr als 120.000 Wohnungen an Rhein und Ruhr. Eigentümer der Gesellschaft sind die RAG-Stiftung, die VTG, der Evonik Pensionstreuhand e.V. und die RAG Aktiengesellschaft.
Verkauf noch unter Vorbehalt
Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt, dass das in der WBG gebundene Bergmannssiedlungsvermögen abgelöst wird. Das Bergmannssiedlungsvermögen ist ein Treuhandvermögen, das nach dem Ersten Weltkrieg durch eine Kohleabgabe zur Errichtung von Bergarbeiterwohnungen entstanden und im Gesetz über Bergmannssiedlungen geregelt ist. Die WBG soll den Bindungen dieses Gesetzes nicht länger unterliegen. Die dafür notwendige Gesetzesänderung wird vorbereitet. Zudem steht die Transaktion unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörde.