Velero Immobilien strebt eine Börsennotierung sowie die Transformation zum Bestandshalter für Wohnimmobilien an.
Velero Immobilien, ein Property Management Dienstleister im deutschen Wohnimmobilienmarkt, bereitet sich auf ihren Börsengang am regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse vor. Die geplante Notierungsaufnahme soll, abhängig von den Marktbedingungen, voraussichtlich noch im Kalenderjahr 2020 erfolgen. Das Unternehmen plant, vor dem Listing eine Privatplatzierung ausschließlich für institutionelle Investoren durch die Ausgabe neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung durchzuführen.
Velero beabsichtigt, die Nettoerlöse aus der Privatplatzierung zum Abschluss des Erwerbs von zwei Immobilienportfolios zu nutzen, die das Unternehmen derzeit als Dienstleister verwaltet und zu denen bereits beurkundete Kaufverträge vorliegen („Anfangsportfolios“). Darüber hinaus sollen die Erlöse für den Erwerb eines weiteren Immobilienportfolios eingesetzt werden, für das die Verkäufer Velero ein Exklusivrecht bis zum 31. Dezember 2020 eingeräumt haben („Zusätzliches Portfolio“). Dieses weitere Portfolio wird zurzeit von Unternehmen verwaltet, die den Co-CEOs von Velero, Sascha Giest und Thomas Lange, gehören.
Die Immobilienbestände, die Velero nach Abschluss von Privatplatzierung und Notierungsaufnahme besitzen wird, bestehen aus den „Anfangsportfolios“. Die beiden Portfolios sind durch beurkundete Anteilskauf- und Übertragungsverträge vom 4. September 2020 gesichert. Bedingungen für den Abschluss der Transaktionen sind die Durchführung der Privatplatzierung und die Notierungsaufnahme. Darüber hinaus plant Velero den Ankauf des „Zusätzlichen Portfolios“, über das eine Exklusivitätsvereinbarung (Memorandum of Understanding) abgeschlossen ist, die am 31. Dezember 2020 ausläuft. Gemäß dieser Vereinbarung können Velero und die Verkäufer vor Ende des Jahres 2020 einen Vertrag über den Erwerb aller mit dem „Zusätzlichen Portfolio“ in Zusammenhang stehenden Anteile zu festgelegten Bedingungen abschließen.
Zum 30. Juni 2020 betrug die Gesamtmietfläche der „Anfangsportfolios“ rund 477.000 Quadratmeter. Die annualisierten Mieteinnahmen beliefen sich auf circa 26,5 Millionen Euro. Die Gesamtmietfläche des „Zusätzlichen Portfolios“ umfasste zur gleichen Zeit rund 208.000 Quadratmeter und wies annualisierte Mieteinnahmen von etwa 10,3 Millionen Euro aus. Zusammengerechnet betrug die Durchschnittsmiete der Portfolios 5,01 Euro pro Quadratmeter, was einer Bruttorendite von 5 Prozent entspricht. Das Mietwachstum inklusive Leerstandsabbau auf like-for-like Basis belief sich auf 5,1 Prozent.
Velero sieht in den genannten Portfolios ein signifikantes Wertsteigerungspotenzial, das zum Teil durch die Umsetzung eines umfangreichen Investitionsplans realisiert werden soll. Durch die Struktur der Portfolios wird das Unternehmen in die Lage versetzt, künftig die demographische Entwicklung und die vorteilhafte Nachfragesituation nutzen zu können, um attraktive Renditen und langfristige Wachstumsperspektiven zu schaffen. Die Objekte liegen hauptsächlich in mittelgroßen Städten in Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg. Bei den einzelnen Wohnungen handelt es sich überwiegend um kleine und mittelgroße Einheiten zwischen 45 und 90 Quadratmetern.
Sascha Giest , Co-CEO und CFO von Velero, sagt: „Wir erwarten auch weiterhin ein dynamisches Wachstum der deutschen Wohnimmobilienmärkte in mittelgroßen Städten. Insbesondere während der Covid-19-Krise haben sich diese Märkte relativ robust gezeigt. Zudem bieten wir in unseren Immobilien bezahlbaren und qualitativ hochwertigen Wohnraum für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen. Unserer Meinung nach ist gerade dieses Marktsegment besonders widerstandsfähig gegenüber den Auswirkungen einer möglichen Rezession. Das gilt umso mehr im Vergleich zum höherwertigen Marktsegment. Darüber hinaus passt die Größe unserer Wohnungen gut zum Trend hin zu kleineren Haushalten.“
Laut JLL lag die durchschnittliche Vertragsmiete für die Wohnungen der „Anfangsportfolios“ und des „Zusätzlichen Portfolios“ zum 30. Juni 2020 mit 5,01 Euro je Quadratmeter unterhalb der aktuellen Marktmiete in vielen der Städte, in denen sich die Objekte befinden. Gleichzeitig sieht sich Velero in etlichen der relevanten regionalen Teilmärkte, in denen das Unternehmen tätig ist, einem relativ begrenzten und hauptsächlich lokalen Wettbewerb ausgesetzt, sodass der Druck auf die künftige Mietentwicklung begrenzt ist.
Thomas Lange , Co-CEO und CIO von Velero, sagt: „Die durchschnittliche Vertragsmiete beider Portfolios liegt an zahlreichen Standorten unterhalb des aktuellen Marktniveaus. In Kombination mit einem erheblichen Potenzial zur Reduzierung des Leerstands und einer steigenden Nachfrage in den Zielmärkten glauben wir an starke Wachstumschancen für unser Unternehmen. Aufgrund unserer Erfahrungen im Asset Management von Wohnimmobilien und unseres tiefgehenden Wissens über die Portfolios sind wir zuversichtlich, das vorhandene Potenzial heben und diese Wachstumschancen realisieren zu können.“
Citigroup fungiert als Sole Global Coordinator und Joint Bookrunner zusammen mit Kempen & Co, Société Générale und Commerzbank als weitere Joint Bookrunner.