Grafik zeigt die Entwicklung des vdp-Immobilienpreisindex von 2014 bis 2024 mit Linien für Gesamt, Wohnen und Gewerbe.
Die Immobilienpreise legten 2024 um 1,8 Prozent zu. (Quelle: Verband deutscher Pfandbriefbanken)

Standorte & Märkte 2025-02-10T08:37:48.299Z Immobilienpreise schließen 2024 mit Plus ab

Der vdp-Immobilienpreisindex stieg 2024 um 1,8 Prozent im Jahresvergleich. Besonders Wohnimmobilien verzeichnen Zuwächse, Gewerbe stabilisiert sich.

Nach einem rückläufigen Jahr 2023 haben sich die Immobilienpreise in Deutschland 2024 leicht erholt. Der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) erreichte im vierten Quartal 2024 einen Stand von 178,4 Punkten, ein Plus von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Gegenüber dem dritten Quartal 2024 betrug der Anstieg 0,6 Prozent.

„Die Entwicklung der Immobilienpreise im Jahr 2024 ist wieder durchgängig positiv, was die vor einigen Quartalen eingetretene Stabilisierung verfestigt. Angesichts der wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen ist das durchaus bemerkenswert. Eine dynamische Aufwärtsbewegung ist aber weiterhin nicht in Sicht“, sagt vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt.

Wohnimmobilien als Treiber der Entwicklung

Besonders die Wohnimmobilienpreise trugen zum Anstieg bei. Sie lagen im vierten Quartal 2024 um 2,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Preise für Mehrfamilienhäuser stiegen um 2,9 Prozent, während selbst genutztes Wohneigentum um 1,2 Prozent teurer wurde. Im Quartalsvergleich betrugen die Zuwächse 1,1 Prozent bei Mehrfamilienhäusern und 0,3 Prozent bei Wohneigentum.

Parallel verteuerten sich die Neuvertragsmieten für Mehrfamilienhäuser auf Jahressicht um 4,6 Prozent und auf Quartalssicht um 1,0 Prozent. Die Renditen von Mietobjekten wuchsen um 1,6 Prozent – der geringste Anstieg seit dem dritten Quartal 2022.

Unterschiedliche Entwicklungen in den Top 7-Städten

In den größten deutschen Städten stiegen die Wohnimmobilienpreise mit durchschnittlich 2,3 Prozent etwas stärker als im Bundesdurchschnitt. Das höchste Wachstum zeigte Köln mit 3,8 Prozent, während Stuttgart (0,3 %) und Düsseldorf (0,8 %) nur leichte Zuwächse verzeichneten. Auch die Neuvertragsmieten stiegen durchweg an, im Schnitt um 3,9 Prozent.

Gewerbeimmobilien stabilisieren sich

Erstmals seit Mitte 2022 verzeichnete auch der Gewerbeimmobilienmarkt wieder einen Anstieg. Büroimmobilien verteuerten sich auf Jahressicht um 0,7 Prozent, im Quartalsvergleich um 0,2 Prozent. Die Preise für Einzelhandelsimmobilien blieben mit -0,2 Prozent im Jahresvergleich nahezu stabil, zogen jedoch im Quartalsvergleich um 0,4 Prozent an.

Die Neuvertragsmieten bei Büroimmobilien legten um 2,7 Prozent zu, bei Handelsimmobilien um 3,0 Prozent. Auch die Renditen entwickelten sich positiv: Büroobjekte verzeichneten auf Jahressicht ein Plus von 2,0 Prozent, Handelsimmobilien von 3,2 Prozent.

Ausblick bleibt unsicher

Die konjunkturelle Entwicklung bleibt ein Unsicherheitsfaktor für den Immobilienmarkt. „Deutschland steht vor einem entscheidenden Jahr. Es muss gelingen, endlich spürbare wirtschaftspolitische Impulse zu setzen. Das würde die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stärken, Wirtschaftswachstum stimulieren und sich so auch positiv auf den Immobilienmarkt auswirken“, so Tolckmitt.

Eine verlässliche Prognose zur weiteren Preisentwicklung sei schwierig. Die Marktentwicklung hänge von der gesamtwirtschaftlichen Lage und der Investitionsbereitschaft in den kommenden Quartalen ab.

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zuletzt editiert am 10. Februar 2025