Erstmals wird eine deutsche Landesbank privatisiert. Die Chance haben Cerberus und J.C. Flowers genutzt und übernehmen 80 Prozent der HSH Nordbank.
Die US-Finanzinvestoren Cerberus und J.C. Flowers übernehmen die HSH Nordbank. Die schleswig-holsteinische Landesregierung und der Hamburger Senat haben grünes Licht für den Verkauf gegeben, der rund eine Milliarde Euro einbringt.
Die beiden Finanzinvestoren übernehmen die meisten Anteile und halten künftig rund 80 Prozent des Instituts. Weitere Anteile gehen an die amerikanische Gesellschaft Golden Tree und an Centaurus Capital aus London sowie an die österreichische Bawag, wie die Kieler Landesregierung und der Hamburger Senat mitteilten.
Damit verzichten die beiden Bundesländer darauf, vorübergehend noch mit einer Minderheitsbeteiligung an der Bank beteiligt zu sein. Sie verkaufen ihre kompletten 94,9 Prozent der Anteile. Die restlichen 5,1 Prozent lagen schon zuvor bei J.C. Flowers.
Sollte die HSH Nordbank die Verlustgarantie der Länder in Höhe von zehn Milliarden Euro nicht vollständig in Anspruch nehmen, würde sich der Kaufpreis noch reduzieren. Diese Garantie soll laut Medienberichten vorzeitig beendet und an die Käufer ausgezahlt werden. Dafür erhalten die Länder einen Ausgleichsbetrag von 100 Millionen Euro.