Die beiden Partner Union Investment und ZBI Zentral Boden Immobilien verhandeln exklusiv über die Übernahme der BGP Gruppe und deren Immobilienportfolio. Mit 16.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten wäre es einer der größten Deals des deutschen Wohninvestmentmarktes.
Es wird wohl eine der ersten großen Unternehmensübernahmen des Jahres 2019: Die BGP Gruppe befindet sich in exklusiven Verhandlungen mit einem Konsortium aus ZBI Zentral Boden Immobilien Gruppe und Union Investment über den Verkauf der Unternehmensgruppe einschließlich des Immobilienportfolios. „Die BGP Gruppe verfügt über eine hervorragend aufgestellte Plattform zur effizienten und nachhaltigen Bewirtschaftung von Wohnimmobilienbeständen“, erklärt Jörg Kotzenbauer, Leiter Konzernentwicklung von Union Investment und ZBI-Aufsichtsrat.
ZBI und Union Investment planen mit diesem Erwerb, die gemeinsame Wohnimmobilien-Fondsplattform zu stärken und das Volumen der verwalteten Fonds deutlich zu steigern. „Wir begrüßen die exklusiven Verhandlungen“, sagt Worna Zohari, Chief Executive Officer (CEO) der BGP Gruppe. „Diese geplante Partnerschaft bietet hervorragende Perspektiven für unsere Plattform und unsere Mitarbeiter.“ Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2019 erwartet.
Derzeit besitzt die BGP Gruppe rund 16.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten in den Metropolregionen Berlin, Rhein Ruhr (inkl. Köln und Düsseldorf), Rhein Main, Nürnberg und München sowie weiteren Kerngebieten wie Kiel oder Münster. Mit über 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern deutschlandweit deckt die BGP Gruppe die komplette Wertschöpfungskette rund um den eigenen Wohnimmobilienbestand ab.
2 Milliarden Euro - zu viel?
Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters soll das Transaktionsvolumen zwei Milliarden Euro betragen, was Marktkreise für etwas zu hoch angesetzt halten. Hinter BGP verbirgt sich der chinesische Staatsfonds CIC, der laut Handelsblatt die Immobilien 2016 für rund 1,2 Milliarden Euro erworben hatte. BGP selbst war aus der Fusion von Babcock & Brown mit GPT hervorgegangen. Vor dem Verkauf an CIC war eine Übernahme der Wohnungen durch die österreichische Conwert gescheitert. Die großen deutschen Wohnungskonzerne waren seinerzeit leer ausgegangen.
Seit 2017 ist Union Investment an der ZBI Partnerschafts-Holding beteiligt. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet, dass der Kaufpreis bei rund zwei Milliarden Euro liegen könnte.
Die Übernahme wäre bereits zu Jahresbeginn ein echter Groß-Deal. Im vergangenen Jahr war die Übernahmen des Century-Portfolio mit 3.700 Wohnungen für rund eine Milliarde Euro durch die dänischen Pensionskasse PFA die größte Transaktion am deutschen Wohninvestmentmarkt.
