Das Transaktionsvolumen an den deutschen Top-7-Standorten belief sich im ersten Quartal 2018 auf rund sieben Milliarden Euro. Dies bedeutet einen Anstieg um 36 Prozent gegenüber dem schon sehr investitionsfreudigen ersten Quartal des Vorjahres.
Der Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien (ohne Wohninvestments) an den Top-7-Standorten Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München zeigte sich im ersten Quartal des neuen Jahres bereits sehr dynamisch. Nach Berechnungen von German Property Partners (GPP) belief sich das Transaktionsvolumen auf rund sieben Milliarden Euro. Dies bedeutet einen Anstieg um 36 Prozent gegenüber dem schon sehr investitionsfreudigen 1. Quartal des Vorjahres. „So aktiv war der Markt zu Beginn eines Jahres schon lange nicht mehr“, kommentiert GPP-Sprecher Guido Nabben. „An den meisten Standorten wurden überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt, Hamburg wartet sogar mit einem Rekord auf.“
Top 7: Bürotransaktionen überwiegen, Renditen sinken weiter
Der größte Anteil des Transaktionsvolumens entfiel im 1. Quartal mit rund 4,5 Milliarden Euro (+33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum) auf das Bürosegment. Hotelimmobilien verzeichneten zwar einen Zuwachs von 29 Prozent, landeten jedoch mit einem Transaktionsvolumen von 665 Millionen Euro abgeschlagen auf Platz zwei. Der Anteil der durch ausländische Investoren realisierten Transaktionen stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht von 27 auf 30 Prozent. Portfolio-Deals machten mit 6 Prozent nur einen kleinen Teil der in den ersten drei Monaten getätigten Transaktionen aus. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 18 Prozent.
Die durchschnittlichen Netto-Spitzenrenditen an den Top-7-Standorten für Büroimmobilien (3,23 Prozent) als auch für Geschäftshäuser (2,99 Prozent) haben im Vergleich zum Ende des Jahres 2017 mit einem Rückgang von drei beziehungsweise sieben Basispunkten nur leicht nachgeben. Deutlicher fiel das Minus gegenüber dem vierten Quartal 2017 bei Logistikimmobilien aus. Hier sank die durchschnittliche Netto-Spitzenrendite um 24 Basispunkte auf 4,46 Prozent.
Einzelmärkte: Starker Auftakt in Stuttgart, Hamburg auf Rekordkurs
Stuttgart verzeichnete mit Abstand den größten Anstieg des Transaktionsvolumens. Im Vergleich zum unverhältnismäßig schwachen Ergebnis des Vorjahreszeitraums nahm das Volumen um satte 534 Prozent zu und lag zum Ende des ersten Quartals bei 535 Millionen Euro. Hamburg erzielte zum Jahresauftakt mit einem Transaktionsvolumen von 1,3 MIlliarden Euro ein Rekordergebnis. Dies bedeutet einen Anstieg von 177 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.Sehr dynamisch zeigte sich im ersten Quartal auch der Markt in Düsseldorf. Mit einem Transaktionsvolumen von 560 Millionen Euro liegt die Stadt am Rhein um 82 Prozent über dem Vorjahresniveau. Mehrere großvolumige Deals verhalfen Frankfurt im ersten Quartal zum zweithöchsten Verkaufsvolumen an den Top-7-Standorten in Höhe von rund 1,4 MIlliarden Euro (+47 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum). München setzte sich als bedeutendste deutsche Stadt für gewerbliche Immobilieninvestments mit einem Transaktionsvolumen von rund zwei MIlliarden Euro im ersten Quartal direkt an die Spitze der Top-7-Standorte. Im Vergleich zum Vorjahr legte die bayrische Hauptstadt damit nochmals um 14 Prozent zu. Auf dem Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien in Köln wirkte sich eine Großtransaktion besonders deutlich aus: Art-Invest kaufte das Maritim Hotel (Heumarkt 20) von einem geschlossenen Fonds von Commerz Real für rund 120 Millionen Euro. Dieser Deal hatte einen großen Anteil daran, dass einerseits über 50 Prozent des Transaktionsvolumens in der Innenstadt verwirklicht wurde und andererseits Hotelimmobilien das Bürosegment als stärkste Assetklasse ablösen konnten. Insgesamt kam die Domstadt auf ein Transaktionsvolumen von 400 Millionen Euro und liegt damit um neun Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Berlin legte einen verhaltenen Start ins neue Jahr hin, das Transaktionsvolumen fiel in den ersten drei Monaten dieses Jahres mit 860 Millionen Euro um 27 Prozent niedriger aus als im selben Vergleichszeitraum des Vorjahres.
„Das hohe Transaktionsvolumen im ersten Quartal zeigt, dass die Stimmung der Investoren nach wie vor gut ist. Trotz Produktmangels und niedriger Renditen dürfte es 2018 auf den Investmentmärkten ähnlich lebhaft zugehen wie im vergangenen Jahr“, prognostiziert Nabben. „Der Sinkflug bei den Renditen ebbt ab, vielerorts scheinen sie sich nun auf niedrigem Niveau einzupendeln.“