Die Datenplattform Quis bewertet das Zukunftspotenzial von 400 Städten und Landkreisen.
Quis hat das Zukunftspotenzial von 400 Städten und Kreisen in Deutschland bewertet und eine Rangliste erstellt. Im aktuellen Whitepaper „Quis Zukunftspotenzial 2021“ werden die Ergebnisse vorgestellt. Damit Wohnungsinvestoren das Zukunftspotenzial verschiedener deutscher Städte und Kreise und die damit verbundenen Perspektiven auf den Wohnungsmärkten besser einschätzen und vergleichen können, hat Quis nicht nur Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, sondern auch alle Landkreise beziehungsweise Stadtkreise (inklusive der Region Hannover, Regionalverband Saarbrücken und der Städteregion Aachen) untersucht.
Unter anderem werden die Wirtschafts- und Finanzkraft, das Bildungsniveau, die Innovationskraft, die Internationalität und die Erreichbarkeit der Städte und Kreise bewertet. Insgesamt 13 Indikatoren fließen in die Analyse ein. Quis benotet das Zukunftspotenzial mit einer Punkteskala von niedrig (ein Punkt) bis hoch (zehn Punkte) und gliedert die Rangliste in zehn gleich große Gruppen. Bei der webbasierten Standortanalyse handelt es sich um einen Service des Hamburger Proptech-Unternehmens Analyse & Konzepte Immo.analytics GmbH.
Kleinere Großstädte und Kreise überraschen mit hohem Zukunftspotenzial
Überraschend ist, dass auch kleinere Großstädte außerhalb der Metropolregionen mit zehn Punkten ein besonders hohes Zukunftspotenzial aufweisen, wie beispielsweise die Städte Ulm (Rang 18), Münster (27), Jena (30), Osnabrück (31) und Kaiserslautern (32).
Exemplarisch für weitere sehr gute Platzierungen sind die Städte Oldenburg (Rang 39) und Mülheim an der Ruhr (40). Sie rangieren beim Zukunftspotenzial beispielsweise noch vor den Städten Dresden (Rang 50) und Bielefeld (51). Standorte mit einem hohen Zukunftspotenzial schneiden insbesondere bei der Erreichbarkeit, bei den Beschäftigten mit akademischem Abschluss und beim Anteil der Arbeitsplätze in wissensintensiven Wirtschaftszweigen außerordentlich gut ab.
Ein hervorragendes Zukunftspotenzial haben erwartungsgemäß die Kerne der Metropolregionen Frankfurt am Main/Rhein-Main, die Metropolregionen München, Rhein-Ruhr (mit Düsseldorf, Köln und Bonn), Nürnberg (unter anderem Erlangen) sowie Rhein-Neckar (Mannheim und Heidelberg) und Hamburg. Deutliche Agglomerationseffekte zeigen sich in den Kreisen um Frankfurt am Main, namentlich im Main-Taunus-Kreis, sowie in der Stadt Offenbach am Main und im Hochtaunuskreis.
Die Stadt Frankfurt am Main, die Stadt München sowie der Landkreis München (jeweils zehn Punkte) belegen aufgrund ihres besonders hohen Zukunftspotenzials die Rangplätze eins bis drei der Top-100-Liste. Von den zwölf größten kreisfreien Städten befindet sich nur Leipzig (Rang 87; acht Punkte) nicht unter den Top-50.
