DO_Arnulfpark_München_01
Arnulfpark München

News

30. November 2017 | Teilen auf:

Space as a Service

SPONSORED CONTENT- Mietverträge, Umzugskosten, Ausbaukosten, lange Vertragslaufzeiten: Das klassische Angebot im Büromarkt bereitet agilen Teams und Projektgruppen wenig Freude. Es geht auch anders. Die Zukunft des Bürogebäudes als Betreiberimmobilie hat begonnen.

Von außen ist es ein nagelneues Bürogebäude, schick, aber nicht außergewöhnlich. Der von Design Offices angemietete Trakt des Westend Carree offenbart seine Besonderheiten allerdings schon im Erdgeschoss. Hier sind Tagungs- und Eventräume angesiedelt, und demnächst ein Coworking Café.

Womit der Besucher auch schon im Thema ist: Er betritt gerade die neueste Dependance des deutschen Corporate Coworking-Marktführers. Zwar fallen in dem Zusammenhang immer zuerst Namen wie Wework oder Mindspace, aber die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Design Office hat in Deutschland nunmehr 17 Standorte. Wework kommt nur auf sechs Standorte, Mindspace auf fünf. Der Bedarf wächst rasch. Seit 2008 hat sich die Anzahl der Coworking-Arbeitsplätze weltweit um jährlich 80 Prozent erhöht. In Deutschland entfallen bereits 15 Prozent aller Büroflächen auf den Bereich „serviced Office“.

Im allgemeinen Verständnis sind Coworker flippige Menschen, die einzeln oder in Startups mit vielen anderen in Großraumbüros arbeiten und Communities bilden. So funktioniert auch das Grundkonzept der meisten Coworking-Anbieter. Design Offices funktioniert etwas anders. „Für uns selbst überraschend war die Nachfrage größerer Unternehmen“, berichtet Sabine Sauber, Unternehmenssprecherin von Design Offices. „Diese buchen bei uns für Teams mit 20 bis 100 Mitarbeitern, teilweise auch für längere Zeiträume.“

Der Bedarf der Konzerne entsteht aus dem Druck, innovativ zu sein, neue Wege zu gehen und sich zu digitalisieren – eine Dynamik, die mit der schlichten Zählung von Startups und Freelancern nicht zu erfassen ist. Und die klassische Coworking-Anbieter bisher auch nicht abbilden können.

Die Corporates benötigen zwar ebenso wie die Startups kurzfristig verfügbare Arbeitsplätze für flexible, agil arbeitende Teams. Sie möchten ihre Mitarbeiter aber nicht unbedingt mit lauter anderen Freelancern oder Startup-Mitarbeitern in einen Open Space platzieren. „Wir bieten bei Bedarf eigene, abschließbare Eingänge und Möglichkeiten des vertraulichen Arbeitens, legen hohen Wert auf Security, IT-Infrastruktur und generell auf die Standards, die von größeren Unternehmen eingefordert werden“, sagt Sabine Sauber dazu. Cool plus professionell sozusagen.

Das Raum- und Serviceprogramm holt beide Kundengruppen ab. Die Maßeinheit ist nicht der Quadratmeter, sondern die Work Station, die rechtliche Basis nicht ein Miet- sondern ein Servicevertrag. Das Angebot beginnt beim Arbeitsplatz für 290 Euro pro Monat im Open Space. Wer ein eigenes Büro möchte, findet ein voll ausgestattetes Startpaket mit zwei großen Schreibtischen – oder auch drei oder vier kleineren. Die angetroffene Möblierung versteht sich immer nur als Vorschlag und lässt sich individuell ändern. Der Trend, sagen die Design Offices-Macher, gehe eindeutig zum bescheidenen Desk und der Mitnutzung großzügiger Team-, Präsentations- und Sozialisationsräume.

Art Invest_Space as Services

Im Design Offices sind kleinere Project Rooms mit ein bis zwei beschreibbaren Wänden ebenso buchbar wie die größere Variante mit variabler Trennwand. Erstmals in der neuen Dependance in der Frankfurter Gerviniusstraße gibt es mit dem Office Loft ein eigenständiges „Vollbüro“ auf kleinem Raum – ein Open Space mit Sofa-Sitzgruppe und eigenem kleinen Büro oder Rückzugsraum. Herzstück des Konzepts ist allerdings die Coworking-Lounge: Ein locker möblierter Treffpunkt für viele Gelegenheiten, vom Herumlümmeln auf der Couch über kleinere Gespräche bis zu größeren Präsentationen und Zusammenkünften. Prägend für die Atmosphäre sind die offen gelassenen Decken, die Mischung aus hochwertigen neuen und gebrauchten Möbeln und die vielen kleinen Gestaltungsideen. Jede Lampe ist ein Design-Objekt für sich.

Die durchschnittliche Verweildauer der Kunden liegt laut Design Offices überraschenderweise bei eineinhalb Jahren, wobei Leistungen und die Anzahl der Arbeitsplätze in dieser Zeit variieren können. In solchen Zeiträumen dürfte sich das Coworking-Angebot im Vergleich zur klassischen Anmietung auf jeden Fall lohnen. Laut Berechnungen von JLL sind die monatlichen Kosten zwar höher, dafür entfallen aber sämtliche Vorlaufkosten sowie die Anschaffung von Mobiliar und Technik. Erst nach drei Jahren Nutzung übersteigen die Coworking-Kosten den sonst erforderlichen Gesamtaufwand.

Design Offices selbst geht Mietverträge mit Laufzeiten zwischen zehn und fünfzehn Jahren ein. Auffällig viele Niederlassungen sind in Gebäuden der Art-Invest untergebracht. Das ist kein Zufall: Art-Invest ist Hauptgesellschafter von Design Offices. „Viele Kunden möchten höchstmögliche Flexibilität und kurzfristige Laufzeiten – also Dinge, die die Immobilienwirtschaft normalerweise nicht bereitstellen kann“, begründet Art-Invest-Geschäftsführer Dr. Markus Wiedenmann sein Design Offices-Engagement. Das Unternehmen ist aber nicht nur ein guter Mieter: „Viele `normale´ Mieter freuen sich, wenn sie die Räumlichkeiten und Services bei Bedarf mitnutzen können. Das wertet das Gebäude insgesamt auf“, so Wiedenmann.

zuletzt editiert am 31.05.2021