News 2018-04-05T00:00:00Z So lief das erste Quartal auf den Bürovermietungsmärkten

Büroflächen werden weiter kräftig vermietet. Der Leerstand schrumpft und die Flächenumsätze liegen deutlich über dem Zehn-Jahres-Durchschnitt. Mehrere große Maklerhäuser haben Zahlen für die Top-Bürostädte vorgelegt.

Das Jahr 2018 scheint auf den Bürovermietungsmärkten ein äußerst dynamisches zu werden. 928.000 Quadratmeter Bürofläche fanden laut Colliers International zwischen Januar und April neue Mieter. Ein Ergebnis, dass nur knapp unter dem Zehn-Jahres-Rekord des Vorjahres liegt - und rund ein Drittel über dem Durchschnitt der vergangenen Dekade.

Ähnliche Zahlen präsentieren heute die anderen Maklerhäuser: JLL kommt auf knapp 900.000 Quadratmeter - ebenfalls für die sieben großen Bürostandorte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. CBRE belässt es bei fünf Städten und kommt auf einen Flächenumsatz von 781.900 Quadratmetern in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München. Und BNP Paribas Real Estate summiert 910.000 Quadratmeter - allerdings für Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig und München.

Frankfurt und Stuttgart ragen heraus
Einig sind sich die Researcher dann wieder bei den Tendenzen der einzelnen Teilmärkte. München und Berlin legten mit einem Flächenumsatz deutlich über der 200.000-Quadratmeter-Marke einen beeindruckenden Jahresstart hin. Das größte Plus beim Flächenumsatz verbuchte laut Colliers Frankfurt mit knapp 30 Prozent, das vor allem von den Größenklassen bis 1.000 Quadratmeter bzw. zwischen 2.000 und 5.000 Quadratmetern getragen wurden. Wie in Berlin wurde auch in der Bankenstadt mit knapp 160.000 Quadratmetern ein neuer Flächenumsatzrekord in einem ersten Quartal erzielt. Den gleichen Erfolg konnte Stuttgart mit einem Umsatz von über 91.000 Quadratmetern verbuchen. In der Schwabenmetropole wurde die deutschlandweit größte Anmietung des Quartals registriert, die mit 50.000 Quadratmeter zugleich mehr als die Hälfte des Stuttgarter Quartalsergebnisses ausmachte. Dabei handelt es sich um eine für den Standort typische Eigennutzeranmietung der Firma Robert Bosch.

Leerstand weiter gesunken
Entsprechend der überdurchschnittlichen Flächennachfrage setzte sich der Leerstandsabbau über den Jahreswechsel fort und hat über alle sieben Bürohochburgen aggregiert einen Stand von unter vier Prozent erreicht (Colliers). Nur noch 3,5 Millionen Quadratmeter stehen zum sofortigen Bezug zur Verfügung. Und: Von den in den nächsten drei Jahren hinzukommenden 3,7 Millionen Quadratmetern Neubaufläche sind schon jetzt mehr als die Hälfte vorvermietet.

Angesichts der vorherrschenden Flächenknappheit verharrten die Mieten an den meisten Standorten auf dem Ende 2017 erreichten hohen Niveau. Nach spürbaren Mietpreisanstiegen im Vorjahr verzeichnete Colliers in den vergangenen drei Monaten lediglich in Berlin erneut deutliche Mietpreisanstiege.

Je nach definiertem Marktgebiet und untersuchten Städten rechnen die Makler damit, dass 2018 ein Gesamtumsatz von 3,5 bis vier Millionen Quadratmeter erreicht wird.

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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