Die Signa Holding von René Benko hat kurz nach ihrer deutschen Verwaltungsgesellschaft nun ebenfalls einen Insolvenzantrag gestellt.
Die Signa Holding geht nun ebenfalls in die Insolvenz. Der Konzern hat angekündigt, am Mittwoch, 29. November 2023, beim Handelsgericht Wien die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung zu beantragen. Zudem hat sie die Annahme eines Sanierungsplans beantragt. Dessen Ziel ist „die geordnete Fortführung des operativen Geschäftsbetriebs im Rahmen der Eigenverwaltung und die nachhaltige Restrukturierung des Unternehmens“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Das könnte bedeuten, dass die Gläubiger auf rund zwei Drittel ihrer Forderungen verzichten müssen.
Nur wenige Tage zuvor hatte die Signa Real Estate Management Germany GmbH einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg gestellt. Dieser Unternehmensarm entwickelt und verwaltet die Immobilien der Signa-Gruppe in Deutschland. Er ist ein Dienstleister und nicht der Eigentümer von Signa-Immobilien und -Developments wie der Alten Akademie in München, der Alsterarkaden in Hamburg oder dem Hochhaus Stream in Berlin.
Querelen im Beirat
Querelen gibt es rund um den Beirat der Signa Holding. Sie entzünden sich vor allem am Beiratsmitglied Alfred Gusenbauer (SPÖ), der früher österreichischer Bundeskanzler war. Er soll Honorare von der Signa Holding bezogen haben. Er sitzt auch im Aufsichtsrat von Signa Prime und Signa Development, den beiden wichtigsten Signa-Gesellschaften im Immobilienbereich. Zudem ist Gusenbauer Aufsichtsratsvorsitzender des Baukonzerns Strabag und sitzt im Vorstand der Privatstiftung von Signa-Investor Hans Peter Haselsteiner.
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