Ein professionelles Portrait eines freundlichen Geschäftsmanns mittleren Alters, der in einem modernen Büroambiente ein dunkelblaues Sakko über einem hellen Hemd trägt und in die Kamera lächelt.
Jens Nagel, Hemsö (Quelle: Henrik Mill)

2026-09-07T06:56:50.391Z Schulen brauchen eigene Maßstäbe

Es gibt viele Gründe, um Schulen als eigene Assetklasse einzustufen und so mehr privates Kapital zu akquirieren. Von Jens Nagel.

Deutschland diskutiert seit Jahren über marode Schulen, fehlende Klassenräume und einen Investitionsstau in Milliardenhöhe. Gleichzeitig suchen institutionelle Investoren langfristige Anlageformen mit stabilen Erträgen und hoher gesellschaftlicher Relevanz. Eigentlich müssten beide Seiten längst zusammengefunden haben. Dennoch bleibt der Markt für Bildungsimmobilien in Deutschland erstaunlich klein.

Das liegt weder an fehlendem Kapital noch an mangelndem Bedarf der Kommunen. Das Hindernis beginnt deutlich früher: Schulen gelten bis heute kaum als eigenständige Assetklasse. Dabei unterscheiden sich Bildungsimmobilien grundlegend von klassischen Gewerbeimmobilien. Ihre Nachfrage hängt weder von der Entwicklung lokaler Büromärkte noch von kurzfristigen konjunkturellen Schwankungen ab. Sie entsteht aus dem Bildungsauftrag, der Bevölkerungsentwicklung und dem langfristigen Bedarf einer Kommune. Öffentliche Nutzer, lange Mietverträge und eine planbare Nutzung schaffen zugleich eine Stabilität, die viele Investoren suchen.

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zuletzt editiert am 07. September 2026
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