Drohnenansicht vom Kustermannpark in München. Quelle: Gleb Polovnykov
Sanieren statt abreißen: Dies ist die Devise beim Kustermannpark in München. Quelle: Gleb Polovnykov

Projekte

06. October 2021 | Teilen auf:

Sanieren für das Klima

Der Kustermannpark in München ist 37 Jahre alt. Mittlerweile sind 12.500 der insgesamt 40.000 Quadratmeter Bürofläche wieder auf der Höhe der Zeit.

Auf insgesamt rund 40.000 Quadratmetern entstehen im 1984 erbauten Bürokomplex Kustermannpark im Osten von München derzeit revitalisierte Büroflächen. Wo man früher die Entscheidung zum Abriss und Neubau getroffen hat, setzen auf umweltfreundliche Lösungen spezialisierte Architektinnen und Architekten auf einen nachhaltigeren „Cradle-to-Cradle“-Ansatz. Das Ziel: Den vor knapp 40 Jahren verwendeten Rohbeton zu erhalten, zu entkernen und neu zu gestalten.

„Alleine im Rohbau stecken 80 Prozent des CO2-Äquivalents“, so Timo Brehme, geschäftsführender Gesellschafter des Beratungs- und Architekturunternehmens CSMM, das die Revitalisierung verantwortet. „Das zeigt, wie wertvoll und bedeutsam der Beton für die Ökobilanz ist. Es geht nicht nur darum, Dämmung und Heizung auf den neuesten Stand zu bringen. Ganzheitlich gedacht ist eine Sanierung sogar klimafreundlicher, als es die vorgeschriebenen Energiestandards beim Neubau derzeit sind.“

Der erste Abschnitt mit 12.500 Quadratmetern Fläche an der Rosenheimer Straße ist nun an das Personal- und Organisationsreferat der Stadt München übergeben worden. Dort wurden elf Stockwerke und zwei Untergeschosse entkernt und saniert, Teile der Fassade und die Büroflächen wurden zusätzlich ausgebaut. „Die Stadt München hat glücklicherweise längst erkannt, wie wichtig die Förderung von Revitalisierungsprojekten für das Gelingen der Klimawende ist“, freut sich Timo Brehme.