Deutsche Unternehmen rechnen damit, dass ihre Geschäfte in zehn Monaten wieder so laufen wie vor der Pandemie. Dies ergab eine Befragung des Ifo-Instituts.
Der Geschäftsbetrieb wird sich in 10,3 Monaten wieder normalisieren. Das ist die Erwartung deutscher Unternehmen, die das Ifo-Institut im Januar befragt hat. Dabei gehen Einzel- und Großhändler von einer schnelleren Rückkehr zur Normalität aus als der Durchschnitt: Sie nehmen an, dass die Durststrecke bereits in 9,1 (Einzelhandel) beziehungsweis 9,4 (Großhandel) Monaten beendet sein wird.
„Die Händler gehen also davon aus, dass sich ihre Geschäftslage merklich schneller nach Ende der öffentlichen Einschränkungen normalisieren wird, ganz im Gegensatz zu den anderen Sektoren“, schreiben die Ifo-Forscher. Die Baubranche beispielsweise rechnet mit 10,4 Monaten, bis alles wieder normal läuft.
Die Lederwaren- und Schuhindustrie gibt gegenwärtig die längste Dauer bis zur Normalisierung der Geschäftslage an. Auch das Beherbergungsgewerbe und die Automobilbranche liegen deutlich über dem Durchschnitt. Zuversichtlicher sind unter anderem die Getränkehersteller sowie die IT-Dienstleister.
Die erwartete Rückkehr zur Normalität hängt von zwei Faktoren ab: wie lange der Lockdown noch dauert und wie lange die Unternehmen selbst brauchen, um sich zu regenerieren. „Die aktuellen Erwartungen der Unternehmen deuten darauf hin, dass sie von einer wahrscheinlichen Verlängerung des Lockdown ausgehen“, heißt es im Ifo-Bericht.
Im Durchschnitt erwarten die Unternehmen, dass das öffentliche Leben noch 7,4 Monate lang eingeschränkt sein wird. Dass es schneller geht, davon gehen unter anderem die Pharmaindustrie, Gebäude- und Gartenbetreuung und Steuerberatung aus, aber auch Reisebüros und das Beherbergungsgewerbe. Pessimistischer sind beispielsweise die Metallerzeuger und -bearbeiter, das Verlagswesen sowie die Automobilbranche, Architekten und Gastronomie.
