Metro sucht einen Käufer für die Supermärkte seiner Marke Real. Ein Konsortium um den Hamburger Investor Redos schien bereits aus dem Rennen. Doch das Blatt scheint sich gewendet zu haben.
Der Handelskonzern Metro hat vermeldet, dass er mit einem Bieter-Konsortium über den Verkauf seiner Real-Supermärkte verhandelt. Metro selbst will sich in Zukunft auf das Geschäft mit Großmärkten konzentrieren.
Bei dem Konsortium handelt es sich um den Immobilieninvestor Redos aus Hamburg, die ECE und Morgan Stanley. In den exklusiven Verhandlungen geht es um den Verkauf von Real als Ganzes. Metro würde zunächst eine Beteiligung über 24,9 Prozent am operativen Geschäft behalten. Nach frühestens drei Jahren soll ein kompletter Ausstieg möglich sein.
Laut der offiziellen Meldung bewerten die Verhandlungspartner Real mit rund einer Milliarde Euro. Metro könnten bei einem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen rund eine halbe Milliarde Euro zufließen, weshalb die Düsseldorfer eine Wertberichtigung auf Real um rund 385 Millionen Euro vornehmen werden. Metro hält 279 Real-Märkte und macht damit einen Umsatz von mehr als sieben Milliarden Euro. Redos ist bereits heute Vermieter einiger Real-Märkte.
Noch im April gab es Medienberichte, wonach Redos aus dem Rennen sei und der Zuschlag an X+Bricks gehen würde.