Der neue Vorstandsvorsitzende über geplante Investments, verschwimmende Assetklassen und neue Niederlassungen in Europa. Meldung von der Expo Real
Über eine Millarde Euro Investitionsvolumen will die Real IS AG in diesem Jahr insgesamt stemmen. 688 Millionen Euro waren es bis zur Expo Real, davon mehr als 200 Millionen Euro Verkäufe, die bis Jahresende noch auf rund 500 Millionen Euro ansteigen sollen. Im kommenden Jahr peilt der neue Vorstandsvorsitzende Jochen Schenk rund 1,3 Milliarden Euro an.
Vor der Zinsentwicklung ist ihm auf absehbare Zeit nicht bange. „Solange die Zinsen moderat steigen, wird es keine großen Änderungen bei den Kaufpreisfaktoren geben. Erst bei 1,8 Prozent Zinsanstieg rechnen wir mit Auswirkungen auf die Faktoren.“ Allerdings haben seiner Meinung nach die Mieten bei Büroimmobilien ebenfalls noch Potenzial nach oben.
Veränderungen beobachtet die Real IS in der Abgrenzung der Assetklassen untereinander. „Die bekannten klaren Trennungen verschwimmen immer mehr. Zum Beispiel lassen sich Retail und Urban Logistics kaum noch voneinander trennen. „Ähnlich verhält es sich bei Wohnen, Longstayoder Mikroliving-Konzepten. Real IS passt deshalb seine internen St rukturen um, früher seperate Teams für Retail und Logistik sind nicht mehr sinnvoll “, so Schenk.
Zuletzt hat Real IS nach längerer Abwesenheit in Spanien wieder zwei Objekte erworben. Auch in Australien - „wo viel chinesisches Kapital im Markt den Ankauf geeigneter Objekte schwer macht “ - konnten die Akquisiteure zuletzt eine Immobilie für einen neuen geschlossenen Fonds ankaufen. Neu für Real IS sind zwei Niederlassungen, eine in Amsterdam und eine weitere in Spanien, wo lokale Mitarbeiter die Investments betreuen und nach neuen Investments ausschau halten.
