Der Zoll hat Geschäftsräume von Engel & Völkers durchsucht. Im Fokus steht der Verdacht der Scheinselbstständigkeit bei einem Lizenznehmer.
Das Maklerhaus Engel & Völkers hat bestätigt, dass am Dienstag, 10. Dezember, Beamte des Hauptzollamts Bielefeld „einige unserer Geschäftsräume durchsucht haben“. Es geht um Vorwürfe rund um den Verdacht der Scheinselbstständigkeit bei einem Lizenznehmer. „Wir nehmen diese Vorwürfe sehr ernst und kooperieren selbstverständlich vollumfänglich mit den Behörden und sind an einer schnellen und vollständigen Aufklärung der Vorwürfe interessiert“, teilt das Unternehmen mit, das in einem Franchise-System arbeitet.
Deutschlandweit wurden 18 Objekte durchsucht, darunter auch der Hauptsitz des Unternehmens in Hamburg sowie nach Medienberichten auch Standorte an der Ostsee und in München. Über 300 Einsatzkräfte waren an der Aktion beteiligt. Es wird gegen mehrere Verdächtige ermittelt. Der Vorwurf: Immobilienmakler sollen als Selbstständige gemeldet worden sein, obwohl sie in einem Abhängigkeitsverhältnis standen und Anweisungen der Beschuldigten befolgen mussten. Dadurch sollen Sozialversicherungsabgaben umgangen worden sein.
Weitere Details zu den Ermittlungen, wie etwa die konkreten Standorte der Durchsuchungen, wurden von den Behörden nicht bekannt gegeben. Klar ist jedoch, dass sich der Verdacht auf mehrere Standorte bezieht.
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