Laut einem Pressebericht soll die Finanzaufsicht Bafin eine Marktmanipulationsuntersuchung aufgenommen haben, die Wertpapiere von Publity und Preos betreffe. Nun haben sich die Unternehmen zu den Vorwürfen geäußert.
"Publity stellt hiermit klar, dass ihr keinerlei Informationen über die möglichen Hintergründe einer solchen Untersuchung vorliegen", heißt es in der Erklärung der Publity AG. Die Bafin habe in dieser Sache "bislang auch keinen Kontakt mit dem Unternehmen oder einem aktuellen beziehungsweise ehemaligen Organ der Gesellschaft gesucht. Publity sind zudem keinerlei entsprechende Schriftstücke von der Bafin hierzu bekannt oder zugegangen."
Eine telefonische Anfrage bei der Bafin habe lediglich ergeben, dass es eine "Untersuchung bezogen auf bestimmte 'Lebenssachverhalte' betreffend die Finanzinstrumente der Preos und der Publity gebe. Im derzeitigen Stadium der Untersuchung gebe es keine offiziellen Verfahrensbeteiligten." Weitere Informationen habe die Bafin mit Hinweis auf Vertraulichkeit der Untersuchung nicht bekannt gegeben.
Auf Basis interner Recherchen habe Publity aktuell keine Hinweise auf ein mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern oder Organen von Publity oder Preos gefunden. "Publity sichert die volle Unterstützung zu, sollten weitere Untersuchungen und Datenauswertungen der Bafin die Mitwirkung der Publity erfordern", heißt es weiter.
Nach Rücksprache mit den Großaktionären des Unternehmens und mit Blick auf das Aktienregister informiert der Publity-Vorstand darüber, "dass von Seiten der Großaktionäre seit Mitte Februar 2021 keinerlei Käufe oder Verkäufe von Publity-Aktien stattgefunden haben." Aktuell halte der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Thomas Olek, mittelbar über seine Beteiligungsgesellschaft rund 48 Prozent der Aktien der Publity AG, ein Konsortium aus strategischen Investoren halte weitere rund 39 Prozent der Aktien. Die Großaktionäre hätten dem Vorstand zudem bestätigt, dass sie auch in den kommenden Monaten keinerlei Verkäufe von Publity-Aktien planen.
Am 12. April hieß es in einem Pressebericht , dass Beobachter rätseln würden, warum sich die Aktie des Publity-Konzerns lange so gut halten konnte, obwohl der Kurs seiner wichtigsten Tochterfirma Preos seit gut einem halben Jahr im Sinkflug ist. Die Bafin hätte entsprechend Verdacht geschöpft.