Beispiele aus München und Berlin: Vermieter reduzieren die Miete oder sagen Stundungen zu.
Für die Kreativbranche sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Virus-Verbreitung inzwischen deutlich spürbar. Viele stehen aufgrund der flächendeckenden und größtenteils ersatzlosen Absage von Veranstaltungen und Aufträgen vor dem wirtschaftlichen Ruin. In dieser Situation sind Vermieter in einer entscheidenden Position.
Manche von ihnen haben bereits reagiert. So haben sich die Eigentümer und Projektentwickler Ehret+Klein, Bauwens und Büschl zu einer Hilfsaktion für das Mucbook Clubhaus in München entschieden. Im Sinne der Kampagne #dontstopcreativity erhalten kreative Ideen dadurch auch weiterhin Raum und Unterstützung.
Ein weitgehender Mieterlass soll es dem Team von Mucbook Clubhaus ermöglichen, an dem Zwischennutzungs-Konzept in der Bayerstraße 25 festzuhalten und die konzeptionellen Planungen fortzuführen, um freischaffenden Künstlern und Start-Ups auch nach der Krise einen zentralen und sichtbaren Ort bieten zu können.
Auch andere Vermieter haben sich inzwischen zu Wort gemeldet. Die Deutschen Wohnen AG hat versprochen, gerade bei Einzelhandelsmieter mit "besonderem Augenmaß" zu handeln, da deren Lage durch Schließungen schnell prekär werden könne. Sie werde in entsprechenden Situationen Einzelfalllösungen finden und "so beispielsweise über die Stundung von Mietzahlungen den Mietern Planungssicherheit und Perspektive bieten".