Periskop und Impact entwickeln ein Gebäude aus der Interboden-Insolvenz in Düsseldorf zu 135 Wohnungen. Fertigstellung ist für 2028/29 geplant.
Periskop Development und Impact Real Estate wollen ein ehemaliges Post- und Bürogebäude in Düsseldorf-Oberbilk zu 135 Wohnungen umbauen. Die Joint-Venture-Partner haben die Immobilie an der Kruppstraße 51 aus der Insolvenzmasse der Interboden-Gruppe erworben.
Käufer sind ein von Periskop Development beratener Fonds und Impact Real Estate. Periskop ist zudem als Kapitalpartner an der Transaktion beteiligt, Impact übernimmt die Projektentwicklung. Angaben zum Kaufpreis machten die Unternehmen nicht.
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Das seit mehreren Jahren weitgehend leerstehende Gebäude aus den 1950er Jahren soll umfassend revitalisiert werden. Vorgesehen sind 135 Mikro-Apartments mit durchschnittlich rund 25 Quadratmetern und insgesamt etwa 3.400 Quadratmetern Wohnfläche. Hinzu kommen Gemeinschaftsflächen mit Fitnessbereich, Coworking, Waschküche und Lounge. Die Wohnungen sollen barrierefrei entstehen und ohne Zweckbindung vermietet werden.
Bestand wird aufgestockt und energetisch saniert
Die bestehende Kubatur soll weitgehend erhalten bleiben. Der viergeschossige Gebäudeteil an der Linienstraße wird nach den Planungen in Holzhybridbauweise aufgestockt. Zum Innenhof sind zusätzliche Balkone vorgesehen.
Gebäudehülle, Fassade und Haustechnik sollen im Zuge der Sanierung erneuert werden. Das derzeit von Energieberatern als „Worst Performing Building“ eingestufte Objekt soll anschließend den Standard eines KfW-Effizienzhauses 55 erreichen und eine Nachhaltigkeitszertifizierung erhalten.
„Die Revitalisierung von ‚K51‘ steht beispielhaft für eine Aufgabe, die für die Stadtentwicklung künftig immer wichtiger wird: Wie machen wir aus schwierigen Bestandsimmobilien wieder tragfähige, zukunftsfähige Orte? Wir setzen dabei bewusst auf die Weiterentwicklung des Vorhandenen – nicht auf Abriss und Neubau“, sagt Simon Kempf, Geschäftsführer von Periskop Development.
Im Erdgeschoss an der Ecke Kruppstraße/Linienstraße ist außerdem eine Kulturfläche mit Café geplant. Vorgesehen sind 31 Pkw- und rund 100 Fahrradstellplätze sowie ein Mobilitätskonzept mit Bike-Sharing.
Der Bauantrag wurde kurz nach dem Ankauf eingereicht. Mit der optimierten Baugenehmigung für die 135 Wohnungen rechnen Periskop und Impact zum Jahreswechsel 2026/27. Anschließend sollen zunächst Rückbau und Schadstoffsanierung erfolgen. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 beziehungsweise Anfang 2029 vorgesehen.
