Die Augsburger gewinnen sechs neue Finanzierungspartner, die insgesamt über 210 Millionen Euro für Kavernenfonds zur Verfügung stellen.
Sie waren einst die Diamanten im einstigen IVG-Portfolio. Der 2008 aufgelegte Spezial-AIF „IVG Kavernenfonds“ investiert in unterirdische Gasspeicher im niedersächsischen Etzel. Das Geschäft mit den Speichern ging, nach der Pleite der IVG an die Augsburger Patrizia, die den Fonds bis heute im Bestand verwaltet. Nun hat das Unternehmen den Fonds erfolgreich refinanzieren können. Neben den bestehenden Banken, konnten zusätzlich sechs neue Finanzierungspartner gewonnen werden. Die deutlich überzeichnete Refinanzierung ermöglicht die weitere Entwicklung des ostfriesischen Standorts Etzel. Zukünftig soll das Kavernen-Areal zu einem Wasserstoffspeicher umgenutzt und weiter ausgebaut werden und damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten, so Patrizia. Derzeit sind insgesamt 15 Investorengruppen in dem Spezialfonds investiert. Der laufende Cashflow wird aus den Gebühren generiert, die Energieunternehmen für die Speicherung von Energieträgern in den Kavernen zahlen.
Der ehemalige Salzstock Etzel besteht aus 75 einzelnen unterirdischen Hohlräumen zwischen 900 und 1.700 Metern Tiefe. Insgesamt haben die Kavernen ein Volumen von über 40 Millionen Kubikmetern – eine durchschnittliche Erdgaskaverne in Etzel kann rechnerisch rund 80.000 Personen für ein Jahr mit Energie versorgen. Die verkehrsgünstige Lage rund 20 Minuten entfernt von Wilhelmshaven an der Nordsee und die geologisch einzigartige Beschaffenheit vor Ort machen Etzel zu einem der attraktivsten unterirdischen Energiespeicher-Standorte Deutschlands.Beraten wurde
Patrizia bei der Refinanzierung durch Clifford Chance. Als Konsortialführer diente die Commerzbank AG.
