Die Frankfurter Zeil ist laut JLL wieder die frequenzstärkste Einkaufsstraße Deutschlands. Zudem hat es erstmals eine Metropole mit gleich drei Straßen in die Top Ten geschafft.
Die Frankfurter Zeil hat sich den Spitzenplatz unter den frequenzstärksten Einkaufsstraßen Deutschlands zurückgeholt. Mit 14.875 gezählten Besuchern pro Stunde zwischen den zentralen Plätzen Hauptwache und Konstablerwache setzte sich die Frankfurter Konsummeile mit mehr als 550 Passanten Vorsprung deutlich an die Tabellenspitze. Der Vorjahressieger Kölner Schildergasse musste sich auf Platz vier einreihen. Insgesamt hat die Zahl der gemessenen Passanten in diesem Jahr erneut zugelegt – von 708.545 auf 722.780. Das sind mehr als 10.000 über dem Fünf-Jahres-Schnitt.
München mit drei Straßen im Ranking
München hat als erste Metropole gleich drei Einkaufsstraßen unter den Top Ten (Kaufingerstraße auf Platz zwei, die Neuhauser und die Weinstraße auf den Plätzen sechs und sieben)
Zu den großen Gewinnern gehört derweil die Flinger Straße in der Düsseldorfer Altstadt, die auf dem bundesweit dritten Platz landete nach dem 13. Platz im Vorjahr. Die Weinstraße machte derweil einen Satz von Platz 19 auf sieben und die Bremer Sögestraße gar von Platz 45 auf elf. Konstant in den Top Ten liegen darüber hinaus die Hannoveraner Georgstraße auf Rang fünf, die Hamburger Mönckebergstraße auf Rang acht und der Dortmunder Westenhellweg auf dem neunten. Platz.

Dirk Wichner, Head of Retail Leasing JLL Germany, zum Wandel im deutschen High-Street-Einzelhandel: „Erneut sehen wir mehr Besucher in den Innenstädten. Das zeigt: Selbst wenn dort für den klassischen Einzelhandel die Umsätze zurückgehen, gibt es für die Menschen noch andere Gründe, in die City zu gehen. Statt zum Beispiel in eine weitere Hose zu investieren, geben sie einen Teil ihres Budgets in einem neuen, trendigen Gastronomie-Konzept aus. Städte, die diese Aufenthaltsqualitäten zum Beispiel durch Fußgängerzonen und Außengastronomie bieten sowie sich stetig wandeln, werden auch weiterhin volle Innenstädte und damit die entscheidende Basis für den stationären Handel haben.“
Ranking nach Einwohnerzahlen
Bielefeld, Aachen und Lüneburg auf den Spitzenplätzen Die Bielefelder Bahnhofstraße (8.035) ist mit Abstand die bestbesuchte Einkaufsmeile in der Kategorie 250.000 bis 500.000 Einwohner und kommt bundesweit auf Platz zwölf. Es folgen die Wiesbadener Kirchgasse (7.585; bundesweit Rang 16) und die Münsteraner Ludgeristraße (7.345; 18.). Die Kaiserstraße in Karlsruhe (7.330; 19.) und die Augsburger Annastraße (7.155; 20.) vervollständigen die fünf Top-Lagen dieser Kategorie.
Bei den mittelgroßen Städten mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern ist die Aachener Adalbertstraße (6.210; 29.) das Maß der Dinge. Auf den Rängen zwei und drei folgen die Paderborner Westernstraße (6.185; 30.) und die Trierer Simeonstraße mit 6.095 Passanten auf Rang 31. Zu den Top Fünf in dieser Einwohnerkategorie gehören zudem die Obere Königstraße in Kassel (5.995; 32.) und die Breite Straße in der Hansestadt Lübeck (5.990; 33.).
In der Kategorie unter 100.000 Einwohnern trumpft die Große Bäckerstraße in Lüneburg (4.715; 60.) auf. Dahinter folgt der Grüne Markt in Bamberg (4.655; 63.) auf Rang zwei. Platz drei geht an den Flensburger Holm (4.495; 68.). Der langjährigen Spitzenreiter in dieser Kategorie, den Gießener Seltersweg (4.040; 79.) und die Kanzleistraße in Konstanz (3.205; 93.) machen die Top Fünf der Kategorie komplett.
Deutsche Luxusmeilen
Königsallee weit vorne, dahinter wechselt das Verfolgerfeld Bei den deutschen Luxusmeilen ist die Düsseldorfer Königsallee traditionell kaum zu schlagen. So auch 2017, wo 4.785 für den 59. Gesamtrang, aber vor allem für die unangefochtene Spitzenposition unter den Prachtstraßen reichte. Mit nur fast der Hälfte der Besucher, nämlich 2.660 folgt die Münchner Maximilianstraße. Immerhin: Vor einem Jahr war der Zuspruch mit 1.830 Passanten noch deutlich niedriger gewesen. Ebenso steigerte die Stuttgarter Stiftstraße ihre Popularität nach einer Baustellenphase wieder und verdreifachte ihre Quote von 850 auf 2.480 Passanten nahezu. Abwärts ging es derweil für die Frankfurter Goethestraße, die von 2.500 auf 1.645 Personen pro Stunde fiel sowie der Neue Wall in Hamburg, der nach 3.020 Besucher im Vorjahr diesmal nur noch 1.600 verzeichnete.