Wertberichtigungen auf Gewerbeimmobilien und hohe Finanzierungskosten drücken Pandion 2025 auf einen Vorsteuerverlust von 69 Millionen Euro.
Der Kölner Projektentwickler Pandion hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlich negativen Ergebnis abgeschlossen. Nach vorläufigen Zahlen liegt das Ergebnis vor Steuern bei minus 69 Millionen Euro. Noch im Dezember hatte das Unternehmen für 2025 ein leicht positives Ergebnis im einstelligen Millionenbereich erwartet.
Als Hauptursache nennt Pandion Wertberichtigungen auf ausgewählte Gewerbeprojekte. Diese seien auf das weiterhin schwierige Marktumfeld für Gewerbeimmobilien zurückzuführen. Das Unternehmen verweist dabei auf veränderte Bewertungsparameter, gestiegene Finanzierungskosten und einen weiterhin schwachen Transaktionsmarkt.
Hohe Umsätze durch Projektübergaben
Trotz des Verlusts konnte Pandion die Umsatzerlöse deutlich steigern. Sie erhöhten sich nach vorläufigen Zahlen von 126,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 846,1 Millionen Euro.
Maßgeblich dafür waren die Übergaben mehrerer Projekte, darunter das Büroprojekt Pandion Officehome Soul in München sowie die Wohnprojekte Pandion Albertussee und Pandion Next in Düsseldorf sowie Pandion Midtown, 4. Bauabschnitt, in Berlin.
Die Gesamtleistung sank dagegen von 452,3 Millionen Euro auf 367,8 Millionen Euro. Hintergrund sind umfangreiche Bestandsabgänge durch Projektübergaben sowie die vorgenommenen Wertberichtigungen.
Betriebsergebnis bleibt positiv
Das vorläufige Betriebsergebnis lag mit 17,3 Millionen Euro weiterhin im positiven Bereich, blieb jedoch deutlich unter dem Vorjahreswert von 87,1 Millionen Euro.
Belastend wirkten sich neben den Wertberichtigungen auch hohe projektbezogene Finanzierungsaufwendungen aus. Diese trugen maßgeblich dazu bei, dass das Vorsteuerergebnis in den negativen Bereich rutschte.
Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich der Vorstand wieder optimistischer. Unter der Voraussetzung geplanter Projektverkäufe, Vermietungserfolge und Finanzierungsmaßnahmen erwartet Pandion für 2026 ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern.
Der geprüfte Konzernabschluss und der Geschäftsbericht für 2025 sollen Ende Juli veröffentlicht werden.
