Die Sanierung von Pandion weitet sich aus. Elf Projektgesellschaften sind zahlungsunfähig und stellen Insolvenzanträge. Das Portfolio wird neu bewertet.
Die wirtschaftliche Krise bei Pandion erfasst weitere Teile der Unternehmensgruppe. Für elf Projektgesellschaften werden Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt. Nach Angaben des Kölner Projektentwicklers ist bei den betroffenen Gesellschaften Zahlungsunfähigkeit eingetreten.
Als Ursache nennt Pandion Auswirkungen der bereits eingeleiteten Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung der Pandion AG und weiterer Tochtergesellschaften auf die Liquidität der Projektgesellschaften. Die Geschäftsführungen kämen mit den Insolvenzanträgen ihren gesetzlichen Verpflichtungen nach.
Elf Projektgesellschaften betroffen
Zu den betroffenen Gesellschaften gehören mehrere Unternehmen mit Bezug zu Projekten in Stuttgart sowie weitere Projektgesellschaften der Gruppe. Insolvenzanträge werden gestellt für:
- PANDION Wolframstraße Stuttgart GmbH & Co. KG
- Objekt Fischerhüttenstraße GmbH & Co. KG
- PANDION Stuttgart Flint Areal GmbH & Co. KG
- PANDION Prinzessinnenstraße GmbH & Co. KG
- PANDION Silberburg Höfe Stuttgart GmbH & Co. KG
- PANDION Klostergärten GmbH & Co. KG
- PANDION City Selection Stuttgart GmbH & Co. KG
- PANDION Gallwitz GmbH & Co. KG
- SIEBENGEBIRGE Projektgesellschaft mbH & Co. KG
- PANDION Franziskanerkloster GmbH & Co. KG
- PANDION Ehrenveedel GmbH & Co. KG
Die Anträge sind Teil des im August begonnenen Sanierungsprozesses der Unternehmensgruppe. Pandion überprüft nach eigenen Angaben derzeit sämtliche Projekte und Gesellschaften hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Tragfähigkeit und weiteren Entwicklungsmöglichkeiten.
Pandion prüft weitere Projekte
Auch für die übrigen Projekte wird untersucht, unter welchen Voraussetzungen eine Fortführung oder wirtschaftliche Neuordnung möglich ist. Dazu führt Pandion Gespräche mit Banken, Finanzierungspartnern, Projektbeteiligten, Kommunen und weiteren Beteiligten.
Ziel des Sanierungsprozesses ist es nach Unternehmensangaben, die Gruppe auf Projekte und Strukturen mit einer wirtschaftlich tragfähigen Perspektive auszurichten. Welche konkreten Projekte fortgeführt, neu geordnet oder gegebenenfalls nicht weiterverfolgt werden, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Der vorläufige Gläubigerausschuss unterstützt laut Pandion die Fortführung der Verfahren in Eigenverwaltung. Eine erste Sitzung des Gremiums hat bereits stattgefunden. Die Neuordnung der Gruppe soll gemeinsam mit den Sanierungsberatern sowie Finanzierungs- und Projektpartnern fortgesetzt werden.
