Smart Lock: Digitale Schließanlagen bieten einen Mehrwert - nicht nur für die Bewohner von Quartieren. (Bild: Kiwi)
Smart Lock: Digitale Schließanlagen bieten einen Mehrwert - nicht nur für die Bewohner von Quartieren. (Bild: Kiwi)

Digitalisierung

03. December 2021 | Teilen auf:

"Ohne offene Schnittstellen geht es nicht"

Quartiersentwicklung: Das können digitale Schließanlagen und andere digitale Anwendungen für Immobilien leisten.

Wenn Hausverwalter Michael Werth aus Nürnberg einem Bewohner mitteilen möchte, dass der Rohrbruch in der Immobilie behoben wurde, verschickt er die Nachricht über die Mieter-App, auf die sämtliche Mieter des Hauses Zugriff haben. Eine E-Mail zu verschicken, ginge zwar auch, doch hat er so die komplette Kommunikation mit allen Mietern an einem (virtuellen) Ort und behält den Überblick. Später loggt er sich in das ERP-System ein, um Mieterdaten zu aktualisieren: Der Bewohner, dem er wegen des Rohrbruchs geschrieben hatte, nutzt mittlerweile eine andere Telefonnummer. Die neue Nummer hinterlegt Herr Werth nicht nur im ERP-System, sondern auch in der Mieter-App. Als er schließlich die dritte Anwendung öffnen muss, nämlich das Verwaltungs-Tool für die digitale Schließanlage, um auch hier die neue Telefonnummer einzutragen, dämmert ihm, dass seine digitalen Lösungen an manchen Tagen mehr Arbeit verursachen als ihn zu unterstützen. Aber warum ist das so?

Digitale Anwendungen sind im Hausverwalter-Alltag nur dann wirklich hilfreich, wenn sie miteinander gekoppelt sind und somit zusammenarbeiten können. In erster Linie geht es dabei um die Datenpflege: Müssen zum Beispiel Mieterdaten zwei-, drei- oder gar vielfach neu hinterlegt oder aktualisiert werden, also in jedem System aufs Neue, haben die zuständigen Mitarbeiter einen beachtlichen Mehraufwand, der zudem zu Fehlern führen kann. Ganz klar: Muss ein Datensatz mehr als nur einmal “angefasst” werden, steigt die Gefahr, versehentlich falsche Angaben zu machen. Zudem müssen die Anwendungen einzeln aufgerufen und bedient werden - auch dieses ist ein Mehraufwand, der personelle Ressourcen bindet und somit unnötige Kosten verursacht. Werden also zahlreiche digitale Anwendungen nicht miteinander verknüpft und parallel betrieben, entsteht ein digitales Wirrwarr, das mit jeder weiteren Anwendung noch konfuser und schwieriger zu bändigen ist. Die Anwendungen, die eigentlich eine Hilfe sein sollen und jede für sich genommen auch sinnvoll sind, werden zu einem Hindernis. Die Lösung ist eine technische Schnittstelle, eine sogenannte API, um alle digitalen Anwendungen miteinander zu verbinden.

Offene API: Digitales Ökosystem statt digitaler Stolperstein

Die technische Grundlage für die Verknüpfung von digitalen Lösungen ist eine offene API, also eine frei zugängliche technische Schnittstelle, die es den Programmierern anderer Anwendungen erlaubt, die Systeme auf technischer Ebene miteinander zu verbinden. Das Ergebnis ist die Möglichkeit, Teilaspekte oder sogar ganze Anwendungen über die Bedienungsoberfläche einer anderen Anwendung zu bedienen - viele Anwendungen werden über nur eine Benutzeroberfläche bedient. Bei der Neuanschaffung einer digitalen Anwendung - sei es ein ERP-System, eine Mieter-App oder eine digitale Schließanlage - sollte eine offenen API auf der Prioritätenliste weit oben stehen.

Ein digitales Schließsystem kann zum Beispiel problemlos auf den bereits bestehenden Datensatz eines ERP-Systems zurückgreifen, um die vergebenen Zutrittsrechte korrekt und sicher zuordnen zu können. Das Zutrittssystem von Kiwi beispielsweise hat dieses grundlegende Anforderung, die Wohnungsunternehmen an ihre Systeme zwangsläufig stellen, im Fokus und bietet eine offene API an, die bereits für zahlreiche Anwendungsfälle im Einsatz ist: von der Integration in ERP-Systeme über die Einbindung in Handwerker- und Mieter-Apps bis hin zur Verknüpfung mit Softwarelösungen für Gäste- und Ferienwohnungen. Ein Hausverwalter wie der eingangs erwähnte Herr Werth erspart sich somit nicht nur die doppelte Datenpflege, die umständlich und zugleich fehleranfällig ist. Er muss zudem lediglich ein einziges Tool nutzen, um sämtliche Aufgaben, die er mit seinen digitalen Anwendungen abarbeiten möchte, zu erledigen. So wird aus einem digitalen Durcheinander ein gut funktionierender digitaler Bauchladen, aus dem sich Herr Werth intuitiv und umstandslos bedienen kann und der einen echten Mehrwert für seinen Verwalteralltag bietet - und zugleich an vielen Stellen ein großes Plus an Komfort für die Bewohner seiner Mietwohnungen bedeutet.

zuletzt editiert am 03.12.2021