Immofinanz verkauft Buwog-Aktien
Da nützt alles rechnen nichts: für die Aktien der Office first waren aus Sicht des Vorstands keine angemessenen Preise zu erzielen (Bild: Wilfred Iven/ stocksnap.io)

Finanzierung 2016-10-11T00:00:00Z Officefirst Immobilien AG: Pläne für Börsengang gestoppt

Die Officefirst Immobilien AG hat in Abstimmung mit der IVG Immobilien AG, ihren für Freitag geplanten Börsengang mangels Nachfrage vorerst abgesagt. Schuld sei die Verunsicherung der Märkte.

Ein echter Paukenschlag nach der Expo Real. Der für Freitag geplante Börsengang von Office First ist abgeblasen. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, kamen die Gremien beider Unternehmen übereinstimmend zu dem Schluss, dem sich im Laufe der vergangenen Tage stark verschlechternden Marktumfeld im Immobilienbereich Rechnung zu tragen.

„Die durchweg positive Resonanz auf das Geschäftsmodell und das Portfolio des Unternehmens in den mehr als 100 geführten Investorengesprächen haben uns in unserer Überzeugung zur Werthaltigkeit der Officefirst Immobilien nochmals bestätigt“, erklärt Michiel Jaski, Vorsitzender des Vorstands und CEO . „Trotzdem müssen wir realisieren, dass sich das Marktumfeld in den vergangenen Tagen derartig stark eingetrübt hat, dass ein angemessener Preis zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer zu erzielen gewesen wäre.“

Insbesondere die Verunsicherung im Hinblick auf die zukünftige Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und die Sorge vor einer bevorstehenden Anhebung des Leitzinssatzes durch die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve hätten bei den im Rahmen der IPO-Roadshow besuchten Investoren zu deutlicher Zurückhaltung geführt. Besonders auf den Immobiliensektor habe diese Stimmungslage negative Auswirkungen.

Interesse ja, Kaufaufträge nein
Das Management der Officefirst Immobilen AG war am 3. Oktober zu einer internationalen Roadshow aufgebrochen, um die Aktie des Unternehmens bei einer Vielzahl von potenziellen Investoren in Deutschland, dem europäischen Ausland und den USA zu vermarkten. Im Laufe der Gespräche hatten sowohl der Vorstand um Michiel Jaski als auch die die Transaktion begleitenden Banken reges Interesse am Unternehmen signalisiert bekommen, das sich schließlich aber nicht in zufriedenstellende Kaufaufträge übersetzt hatte.

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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