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Lieber Bär und Bulle statt Blackstone: Die Officefirst Immobilien geht als REIT an die Börse (Foto: Eva K./CC BY-SA 2.5)

News 2016-09-16T00:00:00Z Officefirst geht nun doch an die Börse

Ein Verkauf von Officefirst ist offenbar vom Tisch. Noch in diesem Jahr will das aus der IVG hervorgegangene Unternehmen als REIT an die Frankfurter Börse gehen.

Noch vor wenigen Tagen wurde offen darüber spekuliert, dass der Finanzinvestor Blackstone die Officefirst Immobilien AG im Ganzen übernehmen würde. Nun hat das aus der IVG Immobilien AG hervorgegangene Unternehmen doch seinen Börsengang angekündigt. Dieser Schritt wurde in der Vergangenheit immer als Alternative zu einem Verkauf genannt.

In der Officefirst hat die IVG im ersten Halbjahr 2016 ihr strategisches Kernportfolio ausgegründet. Laut Officefirst sollen die Aktien noch vor Jahresende 2016 im regulierten Markt ( Prime Standard ) der Frankfurter Wertpapierbörse zum Handel zugelassen werden.

Das Angebot wird voraussichtlich aus neuen, im Rahmen einer Kapitalerhöhung ausgegebenen Aktien mit einem Volumen von rund 450 Millionen Euro sowie einer Veräußerung von Aktien aus dem Besitz der IVG Immobilien AG bestehen. Damit soll nach dem Börsengang insbesondere eine ausreichende Liquidität im Markt sichergestellt werden.

Officefirst wird ein REIT
Mit dem Erlös der Platzierung neuer Aktien sollen eine Zwischenfinanzierung in Höhe von 295 Millionen Euro, weitere Finanzverbindlichkeiten und in Teilen auch die Umwandlung in einen REIT (Real Estate Investment Trunst) finanziert werden.
Das Unternehmen betreibt eine vollständig integrierte und skalierbare Real-Estate-Management-Plattform. Damit deckt Officefirst Immobilien die gesamte Wertschöpfungskette ab – von der Entwicklung bis zur Bewirtschaftung.

Mit einer Vermietungsquote des operativen Portfolios von 91,4 Prozent generiert das Unternehmen Einnahmen aus der Vermietung in Höhe von rund 207 Millionen Euro. Bis Jahresende 2017 soll die Vermietungsquote um ein bis zwei Prozent (auf vergleichbarer Basis) steigen.

Officefirst fokussiert zunächst auf Bestandsoptimierung
Modernisierungen und gezielte Investitionen in bereits vorhandene Bestandsimmobilien zur Steigerung der Attraktivität für Mieter sowie ausgewählte Projektentwicklungen aus der attraktiven Pipeline stehen in den kommenden Jahren im Vordergrund. Zusätzlich soll durch weitere ausgewählte Akquisitionen das qualitativ hochwertige Portfolio ausgebaut werden.

Zuletzt war es der Officefirst gelungen das aktuell günstige Zinsumfeld zu nutzten und 695 Millionen Euro über ein Bankenkonsortium zu günstigeren Zinsbedingungen zu refinanzieren. Teil dieser Refinanzierung ist neben einem langfristigen Immobilienkredit eine Zwischenfinanzierung von 295 Millionen Euro, die mit den Erlösen aus dem Börsengang getilgt werden soll. Angestrebt wird ein Loan to Value (LTV) von rund 45 Prozent.

Für den Börsengang agieren Deutsche Bank und Goldman Sachs International als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners. Kempen & Co, Berenberg und BofA Merrill Lynch wurden als weitere Joint Bookrunners beauftragt.

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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