Ein Privatinvestor erwirbt Teile der Skandalschule in Heppenheim und stellt erste Pläne vor. Auch die restlichen Gebäude sind mittlerweile verkauft.
Im Verkaufsprozess des Areals der ehemaligen Odenwaldschule hat Insolvenzverwalterin Sylvia Rhein einen neuen Investor gewonnen. Ein Privatinvestor übernimmt über 10.000 Quadratmeter Grundstücksfläche des Geländes an der Paul-Geheeb-Straße in Heppenheim mit Turnhalle und Werkstätten.
Eine entscheidende Rolle bei dem Verkauf spielte die Turnhalle. Das wegen ihrer Holz-Glas-Konstruktion mit dem European Gluelam Award und dem Holzbaupreis Hessen ausgezeichnete Gebäude soll, äußerlich unverändert, von innen zu neuem Leben erweckt werden. Der Investor plant ein innovatives Architekturkonzept, um ein ganzes Haus unter dem Dach der Turnhalle unterzubringen.
Nur wenige Meter von der Turnhalle entfernt steht ein Gebäude aus den siebziger Jahren, das während des Schulbetriebes als Lehrwerkstatt genutzt wurde. Der Investor hat diese Immobilie zusätzlich mit erworben. Er plant, die bis heute erhaltene Werkstatt-Atmosphäre zunutzen und im Rahmen des bestehenden Ensembles weiterentwickeln.
Lange war unklar, was mit dem Gelände der nach dem Missbrauchsskandal zahlungsunfähigen Odenwaldschule in Heppenheim passieren soll. Kurz nach dem Deal mit dem Investor konnte die Insolvenzverwalterin auch den Verkauf der restlichen Immobilien auf dem Schulgelände bestätigen. Alle noch verbliebenen Häuser und Grundstücksflächen gingen an eine Unternehmerfamilie aus Mannheim. Die will die Öffentlichkeit über ihre konkreten Pläne mit dem Gelände und den darauf befindlichen historischen Immobilien bald informieren.
