Der geplante Börsengang soll dem Wohnentwickler Noratis 45,5 Millionen Euro einbringen und weitere Immobilienkäufe finanzieren.
Der Bestandsentwickler von Wohnimmobilien Noratis plant einen Börsengang im Scale Segment des Freiverkehrs (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse. Das öffentliche Angebot für zwei Millionen neue Aktien beginnt am 21. Juni 2017 und endet voraussichtlich am 27. Juni 2017. Die Erstnotiz ist für den 30. Juni 2017 geplant. Die Preisspanne beläuft sich auf 18,75 Euro bis 22,75 Euro je Aktie.
Damit würde Noratis bis zu 45,5 Millionen Euro einnehmen, die in weiteres Wachstum investiert werden sollen. Die Gesellschaft agiert als Bestandsentwickler von Wohnimmobilien mit dem klaren Fokus auf Bestandsimmobilien mit Entwicklungspotential, meist Werkswohnungen, Quartiere oder Siedlungen aus den 1950er bis 1970er Jahren in Städten ab 10.000 Einwohner sowie in Randlagen von Ballungszentren.
So arbeitet Noratis
Typischerweise veräußert Noratis die Objekte nach zwei bis drei Jahren im Bestand im Wege eines Blockverkaufs an institutionelle Investoren oder durch den Verkauf einzelner Wohneinheiten an Privatpersonen. Alleine seit dem Jahr 2014 hat Noratis an einer Vielzahl von Standorten in ganz Deutschland – zum Beispiel in Dormagen, Bünde und Mayen – insgesamt über 1.300 Wohneinheiten im Volumen von etwa 100 Millionen Euro erworben, modernisiert und weiterverkauft. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte Noratis einen Konzernumsatz (HGB) von 44,6 Millionen Euro, nach 23,8 Millionen Euro im Vorjahr. Rund 85 Porzent der Umsatzerlöse stammten dabei aus dem Verkauf von Immobilien (2015: 80 Prozent).