Der Süßwarenhersteller Haribo will ein 14 Hektar großes Grundstück von der Stadt Neuss erwerben, um einen neuen Produktionsstandort zu errichten.
Haribo will an seinem Traditionsstandort Neuss ein neues, hochmodernes und nachhaltiges Süßwaren-Werk bauen. Dafür soll ein rund 14 Hektar großes Grundstück im Gewerbegebiet in Neuss-Holzheim erworben werden, das in etwa der Größe von zwanzig Fußballfeldern entspricht. Für den Neubau plant die Haribo-Gruppe eine Investition von rund 300 Millionen Euro.

Mit dem Werk möchte das Bonner Unternehmen die weltweite Nachfrage nach seinen Produkten bedienen. Baubeginn könnte 2025 sein, Produktionsstart bereits um 2028. Aktuell befindet sich Haribo in Gesprächen mit der Stadt Neuss, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.
Die bisherige Neusser Anlage in der Jülicher Landstraße ist nicht erweiterbar. Es gibt keine räumlichen Möglichkeiten, sie nachhaltig und zukunftsorientiert um- oder auszubauen. Das bestehende Werk würde – nach einer Übergangszeit mit Parallelproduktion – voraussichtlich im Jahr 2030 durch das neue Werk mit etwa doppelter Kapazität ersetzt. Neben Maoam soll in Neuss dann auch Haribo-Fruchtgummi produziert werden. Durch den Umzug könnten zusätzlich rund 100 neue, direkte Arbeitsplätze geschaffen werden, heißt es. Zudem entstünden zahlreiche indirekte Arbeitsplätze mit einer Wertschöpfung für Dienstleister und Zulieferer aus der Region.
Haribo prüft bereits seit einigen Jahren verschiedene Optionen zur Erweiterung seiner Produktionskapazitäten am Standort Neuss und hatte dafür ein Grundstück reserviert. Seither wurden Gespräche mit der Stadt über einen Kauf des Terrains geführt. Ende 2023 hat das Unternehmen ein externes Ingenieurbüro mit einer Masterplanung für das Grundstück in Neuss-Holzheim beauftragt, um die Eignung des Geländes für einen etwaigen Werksneubau festzustellen. Dies wurde Anfang 2024 positiv bewertet, weshalb die Fläche nun von der Stadt erworben werden soll.