Visualisierung des Bürogebäudes Mo'ander in München. Quelle: Henning Larsen GmbH
Das Bürogebäude Mo'ander ist der erste Schritt in der Entwicklung eines neuen Stadtquartiers im Münchener Norden. Quelle: Henning Larsen GmbH

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13. October 2021 | Teilen auf:

Neues Stadtquartier im Münchener Norden

Auf dem früheren Knorr-Bremse-Gelände im Münchener Norden entsteht in den nächsten Jahren ein neues Stadtquartier für mehr als tausend Bewohner.

Mit dem neuen Bürogebäude Mo‘ander an der Moosacher Straße hat die Opes Immobilien Gruppe die Entwicklung der nicht mehr genutzten früheren Industrieflächen der Knorr-Bremse AG begonnen. In den nächsten Jahren entsteht dort ein modernes Stadtviertel mit Büros, Läden, Gastronomie und Wohnungen für mehr als tausend Bewohner. Insgesamt investiert Opes in das neue Quartier rund eine halbe Milliarde Euro.

Nun wurde Richtfest gefeiert im ersten Bauabschnitt. Der Mo‘ander des Kopenhagener Architekturbüros Henning Larsen ist ein Bürocampus, auf dessen 19.000 Quadratmetern flexible Flächenkonzepte für moderne Arbeitswelten möglich sein sollen. Der Name leitet sich ab aus dem Stadtteil Moosach und der architektonischen Form des Gebäudes, das von oben betrachtet dem gewundenen Verlauf eines natürlichen Flusses (Mäander) ähnelt. Dadurch riegelt es das dahinter entstehende Stadtviertel vom Verkehr der Moosacher Straße ab und ermöglicht zugleich Öffnungen und Durchgänge.

Zwischen Lerchenauer Straße sowie der Straße "Am Oberwiesenfeld" entsteht in den nächsten Jahren ein Quartier, das geprägt sein soll durch eine lebendige Mischung von Wohnen mit Büros, Läden, Gastronomie, einer Kindertagesstätte sowie einem im Münchner Norden seit langem benötigten Pflegeheim. Insgesamt schafft Opes in dem neuen Viertel Wohnungen für mehr als tausend Menschen. Auf bisher bebautem und künftig entsiegeltem Gelände wird ein öffentlicher Park angelegt und das gesamte Areal damit deutlich grüner. Knorr-Bremse konzentriert seinen Standort weiter nördlich an der Bahnlinie. Dort hat das Unternehmen bereits mehrere neue Gebäude für Forschung und Entwicklung errichtet. Die denkmalgeschützte Unternehmenszentrale von Knorr-Bremse befindet sich künftig innerhalb des öffentlichen Parks. Das neue Quartier schließt direkt an die in den letzten Jahren entstandenen Büro-, Hotel- und Wohngebäude westlich der Straße „Am Oberwiesenfeld“ an und erweitert den Stadtraum vom Olympiapark nach Norden. Das über hundert Jahre lang geschlossene frühere Industriegelände wird geöffnet, neue Durchquerungen werden möglich.

Oberbürgermeister Dieter Reiter sagte in seinem Grußwort: „Das heutige Richtfest für das Büroprojekt Mo‘ander ist der Auftakt für weitere Richtfeste in den kommenden Jahren im Opes-Quartier. Dieses Quartier wird den Münchner Norden, wo mit dem BMW-Vierzylinder die moderne Baukultur zuhause ist, nachhaltig prägen. Der Mo‘ander wird einen starken Akzent an der Moosacher Straße setzen, und es ist der erste Meilenstein für ein Quartier, das in Zukunft 50.000 Quadratmeter Büroflä-che und etwa 500 Wohnungen bieten soll."

Opes-Geschäftsführer Dr. Jürgen Büllesbach sagte: „Wir schaffen in dem neuen Stadtviertel sehr hochwertige und wegweisende Architektur. Das gilt für den Bürocampus Mo‘ander mit seiner außergewöhnlichen Natursteinfassade ebenso wie für den weiter hinten entstehenden Wohnpark aus der Feder des Architekten Christoph Ingenhoven mit den innovativen halbrunden Formen.“ Direkt an der südwestlichen Ecke des Geländes ist ein Hochhaus vorgesehen, das einen passenden städtebaulichen Akzent setzen wird. Opes baut in dem neuen Viertel nach höchsten ökologischen Standards und misst dem Energie- und Ressourcenverbrauch große Bedeutung bei: vom Design der Gebäude, über den Materialeinsatz, den Bauprozess bis hin zur Ausrüstung und den Betrieb der Gebäude über die gesamte Lebensdauer.

Büllesbach würdigte den enormen Einsatz des zu Beginn des Jahres verstorbenen Unternehmers Heinz Hermann Thiele für die Entwicklung des Knorr-Bremse-Standorts. „Mit strategischer Weitsicht, hohem Anspruch und seiner ganzen Leidenschaft hat Heinz Hermann Thiele sich für dieses Projekt eingesetzt. Er wollte hier Neues und Wegweisendes schaffen und die Brücke schlagen aus der Industriegeschichte dieses Orts in die Zukunft.“ Dabei sei es ihm besonders wichtig gewesen, dass eine lebendige Mischung vieler verschiedener Nutzungen entstehe und dass sich auch Mieter mit niedrigerem Einkommen Wohnungen im neuen Quartier leisten könnten. „Für ihn war es Ausdruck seiner gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmer, dass er Arbeitsplätze schafft – und gleichzeitig auch Wohnungen. Wir werden das Projekt in seinem Sinn fortsetzen und die Immobilien des neuen Quartiers langfristig im eigenen Bestand halten“, sagte Büllesbach.