Moderner Empfangsbereich mit einem großen Terrazzo-Empfangstresen im Vordergrund. An der Wand hinter dem Tresen befindet sich ein rundes Logo und darüber mehrere ringförmige Hängeleuchten, die den Bereich akzentuieren. Links steht eine Glasvase mit bunten Blumen, im Hintergrund sind hohe, gepolsterte Lounge-Sitzgruppen zu sehen. Die Decke ist dunkel mit sichtbaren Lüftungsrohren, rechts ist eine Betonstütze zu erkennen. Das Ambiente wirkt minimalistisch, elegant und einladend.
Ein Bild aus besseren Zeiten: Für ihren repräsentativen Hauptsitz, der damals im Düsseldorfer KII lag, erhielt die Gerchgroup eine Auszeichnung als „Best Workspace 2023“. (Quelle: Tillmann Franzen)

2026-07-31T09:27:06.932Z Neuer Anlauf nach dem großen Krach

Die Gerchgroup ging 2023 in die Insolvenz. Nun kündigt der frühere Chef Mathias Düsterdick neue Projekte mit einer neuen Firma an. Von Roswitha Loibl

Mathias Düsterdick ist zurück auf dem Projektentwicklungsmarkt. Seine Firma GDI, die er im November 2023 gegründet hatte, also nach der Insolvenz der Gerchgroup, gab jüngst den Kauf eines Grundstücks in Düsseldorf-Flingern bekannt, auf dem bis Mitte 2028 160 Studentenappartements errichtet werden sollen. Der CEO sagt dazu: „Es ist sehr schön, dass wir nun mit einem ersten Projekt wieder aktiv werden können. Nach Prüfung von etwa 400 Grundstücksangeboten in den letzten zwei Jahren sind wir froh, ein erstes Grundstück erworben zu haben.“

Dabei soll es nicht bleiben: Neben dem Düsseldorfer Projekt „haben wir vor wenigen Wochen ein Grundstück in Köln erworben. Weitere Areale in Stuttgart, Münster und Essen werden aktuell zum Ankauf vorbereitet. Auch hier sind Wohnungen (überwiegend auch Studentenappartements) geplant“, teilt Matthias Düsterdick mit. (...)

Was macht er anders als bei der früheren Pleitefirma? Matthias Düsterdick nennt mehrere Gründe, darunter vor allem: „Unsere Einzelprojektvolumen sind mit rund 30 Millionen Euro deutlich geringer als früher. Und die Renditen, die wir den Endinvestoren bieten können, sind deutlich höher als früher. Die Gerchgroup hatte Konzerncharakter. GDI ist eine Development-Boutique mit wenig Personal, hoch digitalisiert und dadurch sehr wendig.“

Drei Beispiele aus dem Gerch-Portfolio

Rund drei Jahre ist es her, dass die Gerchgroup sowie weitere Dach- und Projektgesellschaften mit großem Krach in die Knie gingen. Damals hatte das Unternehmen neun Projekte mit einer Bruttogrundfläche von rund 790.000 Quadratmetern und einem Gesamtvolumen von rund vier Milliarden Euro in Arbeit. (...)

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zuletzt editiert am 23. Juli 2026
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