Die Studie gibt einen Überblick über Kriterien für ein Green Building in Deutschland. (Bild: Chuttersnap/Unsplash)
Die Studie gibt einen Überblick über Kriterien für ein Green Building in Deutschland. (Bild: Chuttersnap/Unsplash)

Nachhaltigkeit & ESG

08. July 2021 | Teilen auf:

Green Building: Das sind die Kriterien

In der Studie „Green Buildings: Nachhaltige Investments in Gewerbeimmobilien“ zeigt die Deutsche Hypo – nach Fusion mit der NORD/LB am 1. Juli 2021 eine Marke der NORD/LB (Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance) – Chancen und Herausforderungen für klimafreundliche Entwicklungen im Gebäudesektor und gibt einen Überblick über Kriterien für ein Green Building in Deutschland.

Das Thema Nachhaltigkeit ist seit einigen Jahren in aller Munde – unter anderem aufgrund der heute schon spürbaren Folgen des Klimawandels. Im Rahmen des „Green Deals“ der Europäischen Union hat sich diese das ambitionierte Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 als erster Kontinent klimaneutral zu werden. Dieses Ziel wirkt sich auch auf den Immobiliensektor aus, der mit einem Anteil an der Treibhausgasemission von rund 30 Prozent wesentlich zum Klimawandel beiträgt.

Quelle: Umweltbundesamt 2021, NORD/LB Sector Strategy

„Die Klimaverträglichkeit von Gebäuden gewinnt sowohl aus Investorensicht, aber auch aus Nutzer- und Kundensicht immer mehr an Bedeutung. Dabei ist es wichtig, den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie zu betrachten – von der Planung, über die Herstellung und den Bau bis zum Betrieb und dem Lebensende. Aufgrund des großen Anteils der Immobilienbranche am Ressourcenverbrauch bestehen hier große Einsparpotentiale, die die Branche nutzen muss“, berichtet Frank Schrader, Leiter Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance. Die in den letzten zehn Jahren an Relevanz gewonnenen Zertifizierungssysteme unterstützen dabei, dass Investoren, Eigentümer, Mieter und Nutzer die nachhaltige Qualität eines Gebäudes unabhängig kontrollieren können. So können Gewerbe- und Wohnimmobilien in Bezug auf Nachhaltigkeitskriterien besser verglichen werden. National und international betrachtet gibt es aktuell über 60 verschiedene Nachhaltigkeitszertifikate.

Quelle: BNP Paribas Real Estate, NORD/LB Sector Strategy

Auf dem deutschen Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien sind Green Buildings schon längst fester Bestandteil, der Anteil an zertifizierten Objekten ist kontinuierlich gestiegen. Mit einem Transaktionsvolumen bei Einzeldeals von 11,6 Mrd. EUR vereinten sie im Jahr 2019 rund 22,6 % des gesamten Marktvolumens auf sich. Wurde die Nachfrage zunächst vor allem seitens der Mieter getrieben, fragen vermehrt auch Investoren nachhaltige Immobilien an. Mittlerweile werden Core-Immobilien kaum noch ohne ein Nachhaltigkeitszertifikat gebaut. Der Bürosektor ist im Hinblick auf Green Buildings führend, danach folgen der Logistik- und der Hotelsektor.

Investitionsvolumen Einzeldeals und Anteil Green Building (in Mio. EUR, rechts in %) Quelle: BNP Paribas Real Estate, NORD/LB Sector Strategy

Auch der Markt für grüne Anleihen – die Green Bonds – ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Bei Green Bonds werden grüne Pfandbriefe und Anleihen emittiert, deren eingeworbene Mittel ausschließlich für die Finanzierung energieeffizienter Gebäude genutzt werden. Die Mittel können anschließend als Green Loans an ihre Kunden weitergeben können. Bei dieser „grünen Finanzierung“ stehen moderne, zukunftsfähige und energieeffiziente Objekte im Fokus, die durch eine moderne Anlagentechnik und sehr gute energetische Eigenschaften besonders energieeffizient sind.

Globales Neuemissionsvolumen von Green Bonds; Quelle: Catella 2021, CBI, NORD/LB Sector Strategy

„Wir können sehen, dass das Thema Nachhaltigkeit auch in der Immobilienbranche Einzug gehalten hat und die Nachfrage nach grünen Finanzprodukten stetig zunimmt. Hier wurden schon wichtige Schritte unternommen – um allerdings dem Klimawandel, der zu den größten Bedrohungen und Herausforderungen der heutigen Zeit zählt, entgegenzuwirken, sind weitere Entwicklung notwendig“, schließt Frank Schrader.

Die Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance ist das Kompetenzzentrum der Norddeutschen Landesbank für die Finanzierung gewerblicher Immobilien. Die Einheit ist in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Benelux, Spanien, Polen und Österreich geschäftlich aktiv und hat ihren Hauptsitz in Hannover. Zudem ist sie in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München sowie in London, Amsterdam und Madrid präsent. Die NORD/LB zählt zu den großen deutschen Immobilienfinanzierern. Weitere Informationen unter www.deutsche-hypo.de