News 2018-04-16T00:00:00Z Münchener Hyp erstmals mit über fünf Milliarden Euro Neugeschäft in der Immobilienfinanzierung

Die Münchener Hypothekenbank eG hat im Geschäftsjahr 2017 ein neues Rekordergebnis in der Immobilienfinanzierung erzielt. Das Neugeschäft in der Hypothekenfinanzierung sprang über die Schwelle von fünf Milliarden Euro auf insgesamt 5,1 Milliarden Euro.

Ertragskraft weiter erhöht
Mit der positiven Entwicklung des Neugeschäfts stiegen auch die Erträge der Münchener Hyp. Der Zinsüberschuss verbesserte sich um rund zehn Prozent auf 256,6 Millionen Euro. Die Provisionsaufwendungen bewegten sich auf Vorjahresniveau. Somit erhöhte sich der Zins- und Provisionsüberschuss um 14 Prozent auf 182,1 Millionen Euro. Da die Bank im Neugeschäft weiterhin risikobewusst agierte, befand sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft erneut auf niedrigem Niveau. Das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit stieg um 26 Prozent auf 85,1 Millionen Euro. Nach Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von fünf Millionen Euro und einem Steueraufwand in Höhe von 33,8 Millionen Euro fällt der Jahresüberschuss mit 46,3 Millionen Euro um 45 Prozent höher als im Vorjahr aus.

Anhaltend positive Entwicklung des Neugeschäfts
Das gute Neugeschäft der Münchener Hyp beruht zu einem wesentlich Teil auf dem seit 2014 konstant hohen Niveau der vermittelten Volumina in der privaten Wohnimmobilienfinanzierung. In diesem Geschäftsfeld sagte die Bank im Jahr 2017 Darlehen in einem Volumen von 3,2 Milliarden Euro zu, nach 3,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Darunter hielt sich das Vermittlungsgeschäft mit den Banken der Genossenschaftlichen Finanzgruppe mit 2,4 Milliarden Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau. Die Zusammenarbeit mit freien Finanzdienstleistern wurde um acht Prozent auf 419 Millionen Euro ausgebaut, wogegen das von der Schweizer PostFinance vermittelte Volumen aufgrund des zunehmend härter geführten Preiswettbewerbs in der Schweiz um rund 50 Millionen Euro auf 373 Millionen Euro zurückging.

In der gewerblichen Immobilienfinanzierung stieg das Neugeschäft um 13 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Zuwächse erzielte die Bank dabei sowohl in Deutschland als auch in den anderen europäischen Märkten. Darüber hinaus wurde das Neugeschäft in den USA wieder aufgenommen. Ausgebaut hat die Bank auch ihre Syndizierungsaktivitäten und hierin verstärkt die Institute aus der Genossenschaftlichen FinanzGruppe einbezogen.

Die Risikosituation im Kreditgeschäft war weiterhin stabil. Die Zuführungen zur Risikovorsorge blieben wie in den Vorjahren moderat.

Große Nachfrage nach Pfandbriefemissionen
Die Pfandbriefe der Münchener Hyp wurden auch im vergangenen Jahr von den Investoren sehr gut nachgefragt. Zwei Benchmarkemissionen von Hypothekenpfandbriefen ragten dabei besonders heraus. So wurde ein Benchmark-Hypothekenpfandbrief mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem Volumen von 500 Millionen Euro wenige Monate nach der Emission um 250 Millionen Euro aufgestockt. Bei der anderen Benchmarkemission mit einer Laufzeit von neun Jahren und zwei Monaten war die Nachfrage so groß, dass die Münchener Hyp kurzfristig ein Volumen von 750 Millionen Euro emittierte.

Unter den Fremdwährungsemissionen der Münchener Hyp sorgte ein Benchmark- Hypothekenpfandbrief über 100 Millionen Schweizer Franken und 15 Jahren Laufzeit für Furore. Der Zinsabschlag von minus 8 Basispunkten gegenüber der inländischen Schweizer Pfandbriefkurve war der höchste, den jemals ein ausländischer Covered-Bond-Emittent am Schweizer Kapitalmarkt erzielen konnte.

Bestände weiter ausgeweitet – Geschäftsguthaben auf über eine Milliarde Euro gestiegen
Die Bilanzsumme wuchs um 0,4 Milliarden Euro auf 38,9 Milliarden Euro zum 31. Dezember 2017. Der Bestand an Hypothekendarlehen erhöhte sich um 1,4 Milliarden Euro auf 29,2 Milliarden Euro. Der Großteil des Zuwachses entfiel mit einer Milliarde Euro auf die private Wohnimmobilienfinanzierung. Der Bestand im Kreditgeschäft mit Staaten und Banken reduzierte sich entsprechend der Geschäfts- und Risikostrategie der MünchnerHyp weiter auf 5,7 Milliarden Euro (Vorjahr 6,8 Milliarden Euro).

Die solide Eigenkapitalausstattung der Münchener Hyp hat sich im Geschäftsjahr 2017 weiter verbessert. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder der Münchener Hyp sind erstmals in der Geschichte der Bank auf über eine Milliarde Euro gestiegen. „Dies ist ein großer Vertrauensbeweis unserer Mitglieder in die Geschäftspolitik der Münchener Hyp“, so Dr. Louis Hagen. Die Geschäftsguthaben bilden zudem einen wesentlichen Teil des harten Kernkapitals der Bank. Die harte Kernkapitalquote der Münchener Hyp erhöhte sich im Jahr 2017 um 0,9 Prozentpunkte auf 23,8 Prozent zum 31. Dezember 2017. Die Kernkapitalquote belief sich zum selben Datum auf ebenfalls 23,8 Prozent (Vorjahr 22,9 Prozent) und die Gesamtkapitalquote auf 25,2 Prozent (Vorjahr 24,5 Prozent). Die Leverage Ratio belief sich zum Jahresende 2017 auf 3,4 Prozent.

Ausblick: Fortsetzung des Wachstumskurses
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Münchener Hyp, dass die gute Nachfrage nach Immobilien und Immobilienfinanzierungen anhält, da die Zinsen weiterhin attraktiv sein werden. Vor diesem Hintergrund geht die Bank aber auch von einer weiteren Intensivierung des Wettbewerbs in der Immobilienfinanzierung aus, insbesondere bei den Konditionen. „Die Rahmenbedingungen werden anspruchsvoller. Wir rechnen dennoch damit, auch in diesem Umfeld unsere Wachstumsstrategie fortsetzen zu können“, sagte Dr. Louis Hagen.

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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