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Das "i8" soll ein hohes Maß an Nachhaltigkeit in die rund 110.000 Quadratmeter große Quartiersentwicklung bringen. (Bild: CFMoller)

Projekte 2021-04-14T00:00:00Z München: Werksviertel bekommt Holz-Hybrid-Gebäude

Der Münchener Entwickler R&S Immobilienmanagement will mit seinem neuen Projekt "i8" ein nachhaltiges Bürogebäude im "iCampus im Werksviertel" realisieren.

Geplant ist an der August-Everding-Straße ein rund 20.000 Quadratmeter großes Holz-Hybrid-Gebäude als südöstliches Tor zum „iCampus im Werksviertel“. Das Gebäude soll sowohl das Erbe des ehemaligen Industriegebiets als auch den jugendlichen Charakter des neuen Stadtteils Werksviertel durch eine industriell geprägte und modern interpretierte Architektursprache widerspiegeln. Die Holzbauweise soll zu einer verbesserten Energiebilanz beitragen und über ein natürlicheres Raumklima verfügen. Der Entwurf stammt aus der Feder des dänischen Architekturbüros C.F. Møller.

Als Ergänzung zu den Holzelementen und für eine natürliche Wirkung soll die Fassade des „i8“ aus recyceltem Aluminium in einem gedämpften Grünton entstehen. Die räumliche und strukturelle Aufteilung der Innenräume basiert auf der Idee, drei identische Bürozonen zu kombinieren, die flexible Räume zulassen sollen. Das Fassadensystem ermöglicht laut R&S sowohl Energieeinsparung durch Sonnenschutz als auch natürliche Belüftung. Das Unternehmen strebt das höchste Zertifzierungsniveau für LEED und der DGNB an.

„Das 'i8' ist ein vielseitiges 'Green Building', das einen positiven Beitrag zur Ökobilanz leistet. Vor allem aber lässt es sich den wechselnden Anforderungen der Nutzer anpassen. Die Architektur fördert Zusammenarbeit und Vernetzung. Dies spiegelt sich im Namen wieder. Das 'i' steht für Innovation“, erklärt R&S-Geschäftsführer Stephan Georg Kahl . Am Rande des Werksviertels und als zentrales Element des „iCampus im Werksviertel“ mit seinen zehn Gebäuden soll das „i8“ künftig als markanter Baukörper auffallen.

„Das Projekt zeigt, wie Architektur innerhalb des 'iCampus im Werksviertel', aber auch im gesamten Münchner Büromarkt in neue Sphären gebracht wird. Mit diesem Projekt berücksichtigen wir die exponentiell wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Klimawandel durch eine innovative Holz-Hybrid-Konstruktion, die die CO2-Emissionen des Gebäudes drastisch reduziert”, erläutert Moritz Eulberg , Projektleiter bei R&S.

„Wir sind stolz darauf, als Erste eine Holz-Hybrid-Konstruktion und ein Interieur mit großem Holzanteil in diesem historischen Industriegelände umzusetzen und so deutsche und skandinavische Tradition zu verbinden. Mit dem 'i8' verbinden wir die Prinzipien eines gesunden Lebens mit der Idee agiler und kreativer Arbeit”, erklärt Mads Mandrup Hansen , Partner und Architekt bei C.F. Møller Architects. Holzgebäude spielen laut C.F. Møller Architects eine wichtige Rolle bei der Minimierung der Umweltbelastung durch den Bausektor. In Neubauten sind die Energie- und Kohlenstoffemissionen, die bei der Herstellung der Baumaterialien entstehen (oft als „verkörperter Kohlenstoff“ bezeichnet), häufig höher als bei einer 50-jährigen Beheizung des Gebäudes. „Wenn wir Beton und Stahl in der tragenden Konstruktion durch Holz ersetzen, ist es möglich, den Kohlenstoffgehalt von Gebäuden um 30 bis 50 Prozent zu reduzieren“, sagt Mads Mandrup Hansen. Jeder Kubikmeter Holz, der im Gebäude verbaut wird, speichere 750 Kilogramm Kohlenstoff aus der Atmosphäre. 

zuletzt editiert am 31. Mai 2021