Ein Bieterkonsortium hat den Produktionsstandort der insolventen Memminger Brauerei im gleichnamen Ort in Schwaben erworben.
Das ehemalige Produktionsgelände der Memminger Brauerei wurde im Rahmen des Regelinsolvenzverfahrens der ehemaligen Brauerei in einem strukturierten Bieterwettbewerb veräußert. Erwerber des gut 58.000 Quadratmeter großen Grundstücks in der Dr.-Karl-Lenz-Straße 68 in Memmingen ist ein regionales Bieterkonsortium.
Die Memminger Brauerei GmbH hatte am 20. Februar 2023 beim Amtsgericht Memmingen Insolvenzantrag gestellt. Der Transaktionsberater BGA Invest war exklusiv vom bestellten Insolvenzverwalter Henrik Brandenburg, Partner in der Münchner Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen, mit der Vermittlung des Produktionsgeländes mandatiert. Das direkt am Autobahnkreuz A7/A96 gelegene Brownfield stieß auf große Nachfrage. Eine Vielzahl von Interessenten gab Gebote ab.
Der auf dem Grundstück befindliche gut 21.300 Quadratmeter große Gebäudekomplex besteht aus einem kleinen Bürogebäude mit knapp 2.500 Quadratmetern Mietfläche und insgesamt sechs Lager- und Produktionshallen mit knapp 19.000 Quadratmetern Fläche sowie 50 Lager- und Gärtanks. Mit Ausnahme der Halle H6, die als Trockenlager in mehreren Abschnitten 1991 fertiggestellt wurde, waren alle Gebäude 1978 errichtet worden. Derzeit wird der Komplex von einer Vertriebsgesellschaft als Vertriebslager für die Region Allgäu genutzt.
Die neuen Eigentümer beabsichtigen, die bestehenden Produktions- und Lagerhallen zunächst weiter zu nutzen. Die Pläne sehen vor, die Immobilien mittelfristig teilweise durch neue Logistikhallen zu ersetzen.
Klaus Weber, Leiter Transaktionen Gewerbe bei BGA Invest, sagt: „Wir freuen uns sehr, dass es uns innerhalb von nur drei Monaten gelungen ist, die Liegenschaft der Memminger Brauerei zu verkaufen. Die Nachfrage im Markt nach geeigneten Flächen für Logistikimmobilien ist so stark, dass wir mit zahlreichen Interessenten in Verhandlungen standen.“
