Der Münchner Stadtrat beschließt die Eckdaten für ein gemischt genutztes Quartier mit bis zu 2.700 Wohnungen in Trudering.
Der Münchner Stadtrat hat die Eckdaten für das geplante Quartier „Gute Uta“ im Stadtteil Trudering beschlossen. Das etwa 25,5 Hektar große Areal am Rappenweg soll in den kommenden Jahren zu einem urbanen Quartier mit gemischter Nutzung entwickelt werden. Vorgesehen sind 2.000 bis 2.700 Wohnungen, von denen 50 Prozent gefördert entstehen sollen, sowie rund 3.000 Arbeitsplätze.
Der Beschluss basiert auf einem städtebaulichen Vorentwurf von N-V-O Architekten, der in enger Abstimmung mit dem Münchner Planungsreferat und weiteren Fachstellen erarbeitet wurde. Ziel ist es, die bisher brachliegende Fläche unter Berücksichtigung von Klimaschutz, Mobilität und sozialer Infrastruktur neu zu beleben.
Kooperation von Stadt und sieben Eigentümern
An der Entwicklung des Quartiers sind sieben Eigentümer und Eigentümervertreter beteiligt, darunter die Bayerische Hausbau Development, Periskop Development, KM Wohnbau, ZAR Real Estate sowie die Landeshauptstadt München. Allein die Periskop Development verantwortet die Planung für 52.000 Quadratmeter.
Mit dem Eckdatenbeschluss startet nun ein kooperatives städtebauliches und landschaftsplanerisches Workshopverfahren, in das auch die Öffentlichkeit einbezogen wird. Dieses Verfahren dient als Grundlage für das anschließende Bebauungsplanverfahren.
Das Konzept sieht ein nachhaltiges, verkehrsberuhigtes Quartier der kurzen Wege vor – mit neuer Erschließungsstraße, Grün- und Freiflächen, sozialen Einrichtungen sowie Raum für Einzelhandel, Kultur und Nachbarschaft. Die urbane Dichte soll mit großzügig gestalteten Freiräumen in Einklang gebracht werden.
Tatjana Keil, Projektleiterin bei Periskop Development, betont die Bedeutung des Dialogs: „Gute Quartiere entstehen im Dialog mit allen wichtigen Beteiligten und in der sorgfältigen Auseinandersetzung mit den vielfältigen Bedarfen und Interessen. Genau daraus beziehen Quartiere ihre Qualität.“
Namensgeberin des Quartiers ist die im Stadtteil historisch verankerte Wohltäterin Frau Uta, die im 11. Jahrhundert lebte. Straßen- und Brunnenbenennungen erinnern bis heute an sie. Das Quartier soll an dieses lokale Erbe anknüpfen und gleichzeitig einen Beitrag zur zeitgemäßen Stadtentwicklung im Münchner Osten leisten.
